Martin Fromme bezeichnet sich selbst als den "Mann mit dem appen Arm". Foto: Oliver Hans Fotodesign

Lüdenscheid . Martin Fromme ist Deutschlands einziger asymmetrischer Komiker. Der Mann mit dem „appen“ Arm inkludiert in seinem Solo-Programm „Besser Arm ab als arm dran!!!“ wie bekloppt. Das letzte Tabu wird gebrochen. Nicht-Behinderte werden auf die vorhandenen Arme genommen, Behinderte aber auch. Am Mittwoch, 4. Mai, ist Fromme Gast in der Reihe „all inclusive“ von Youngcaritas Märkischer Kreis und der katholischen Jugendkirche „überdacht“ im Autonomen Jugendzentrum an der Altenaer Straße. Sein Auftritt beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zu dem Abend sind nicht nur junge Leute eingeladen. Der Abend, mit dem die Veranstalter ihre Reihe zum Thema Integration und Inklusion fortsetzen, steht unter dem Motto „gewitzt“.

Deutschlands einziger „asymmetrischer Komiker“

2015 zählte Martin Fromme zu den Künstlern, die bei den Lüdenscheider Kleinkunsttagen aufgetreten sind. Foto: Straub
2015 zählte Martin Fromme zu den Künstlern, die bei den Lüdenscheider Kleinkunsttagen aufgetreten sind. Foto: Straub

Martin Fromme hat selbst nur einen Arm und bezeichnet sich als „Deutschlands einzigen asymmetrischen Komiker“. Er möchte Tabus brechen und Menschen ohne Behinderungen genauso auf die Schippe nehmen wie Behinderte. „Lasst uns miteinander übereinander lachen“, so die Aufforderung, die über dem Abend stehen soll. „Sein Humor baut Berührungsängste ab“ schreiben die Veranstalter über Martin Fromme. Dabei wolle er mit seinem Publikum auch die „Tiefen des geschmacklosen Humors ausloten.“

Aufruf zum Böse-Witze-Wettbewerb

Viele Schwerbehinderte würden im alltäglichen Leben kaum wahrgenommen. „Fromme zwingt uns hinzuschauen. Er konfrontiert uns, spricht laut aus, was wir nicht zu fragen wagen“, heißt es in der Pressemitteilung zu seinem Programm. Im Anschluss an den Auftritt von Martin Fromme rufen Jugendkirche und Youngcaritas zu einem Böse-Witze-Wettbewerb auf – fiese und schlechte Witze sollen ausgetauscht werden. „Alle Humorgrenzen gilt es zu sprengen“, haben sich die Veranstalter vorgenommen.

 

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