Die Volksbank-Vorstände Roland Krebs (links) und Karl-Michael Dommes (rechts) mit Markus Gürne, Journalist und Fernsehmoderator (u.a. Ressortleiter der ARD-Börsenredaktion) Foto: Bernhard Schlütter

Neuenrade/Märkischer Kreis. „Krisen haben System – und sie haben Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und den Geldbeutel jedes Einzelnen.“ Diese Behauptungen untermauerte der Journalist Markus Gürne in seinem Vortrag am Donnerstag im Neuenrader Kaisergarten mit Fach- und beruflich bedingtem Insiderwissen. Die Volksbank im Märkischen Kreis setzte damit die im Jahr 1990 begonnene Reihe ihrer jährlichen Vortragsveranstaltungen mit prominenten Gästen fort.



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Für ihre inzwischen 27. Vortragsveranstaltung hatte die Volksbank im Märkischen Kreis Markus Gürne engagiert. Der Journalist ist Ressortleiter der ARD-Börsenredaktion und vielen Leuten bekannt als Moderator der ARD-Sendungen „Börse vor 8“ und „Plusminus“. Seiner Popularität entsprechend war der Saal im Neuenrader Kaisergarten mit Mitgliedern und Kunden der Volksbank gut gefüllt.

Foto: Bernhard Schlütter
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Anhand der Weltkarte erklärt Markus Gürne Ursachen und Hintergründe der aktuellen Krisen zwischen Russland und der Ukraine, im Nahen Osten, und der Euro-Krise. Er zitiert hochrangige Politiker und Wirtschaftsfachleute aus Pressekonferenzen und persönlichen Gesprächen. Gürne schöpft aus dem Wissen und den Erfahrungen, die der gebürtige Schwabe auf seinen beruflichen Stationen u.a. in Indien, Afghanistan, im Irak und in Ägypten sammelte.

„Eine Dekade ohne Zinsen steht uns bevor“

Foto: Bernhard Schlütter
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Die Auswirkungen des Weltgeschehens auf jeden Einzelnen, verdeutlicht Gürne an der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Dies sei nicht nur ein kurzes Intermezzo. „Fachleute gehen davon aus, dass uns eine Dekade ohne Zinsen bevorsteht.“ Vor diesem Hintergrund müssten wir lernen, anders mit unserem Geld umzugehen. „Wir sind es gewohnt, das Geld zur Bank zu bringen, und dort vermehrt es sich. Jetzt sind andere Anlageformen besser, auch mit mehr Risiko.“ Bei der ARD mache er bewusst keine Börsennachrichten, denn das kurzfristige Auf und Ab einzelner Werte sei für den normalen Anleger uninteressant. Der DAX (Deutsche Aktienindex) stehe am Ende des Jahres auf jeden Fall höher als am Anfang, „weil das politisch so gewollt ist“.

Foto: Bernhard Schlütter
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Markus Gürnes Ausführungen sind verständlich, nachvollziehbar, informationsreich und unterhaltsam. Er redet frei, ohne Manuskript oder Power-Point-Präsentation. Nicht umsonst hat er neben Rechts- und Politikwissenschaften auch Rhetorik studiert. Eine Stunde dauert der Vortrag. Die Zeit vergeht wie im Flug. Mit Fragen aus den Reihen der Zuhörer geht es in den Zugabenteil. Gürne antwortet ausführlich, entschuldigt sich dafür. Nicht nötig, man hätte ihm noch viel länger zugehört. „Das war einer der besten Vorträge, die wir bisher hatten“, stellt Volksbank-Vorstand Karl-Michael Dommes hinterher zufrieden fest.

Foto: Bernhard Schlütter
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