Axel Vedder, Jürgen Echterhage und Sebastian Janik (2.-4.v.r., alle Echterhage Holding)begrüßten Technologiescout Andreas Becker (1.v.r.) und die Marketing-Experten Patrick Hansmeier von der BVB-Tochter Sports & Bytes GmbH (1.v.l.) und Prof. Dr. Uwe Kleinkes von der Hochschule Hamm-Lippstadt (2.v.l.) zum „TechnologieDialog Südwestfalen“ bei der Echterhage Holding GmbH & Co. KG in Neuenrade.

Neuenrade/Südwestfalen. Einem wichtigen Thema für das Marketing widmeten sich Transferverbund Südwestfalen und die Hochschule Hamm-Lippstadt im 5. TechnologieDialog Südwestfalen bei der Echterhage Holding GmbH & Co. KG in Neuenrade: Die Digitalisierung revolutioniert die Industrieproduktion zur Industrie 4.0., ganze Geschäftsmodelle verschwinden und neue entstehen. Kundinnen und Kunden agieren in der digitalen Welt.

Viele neue Begriffe

Auch im Marketing taucht eine Menge an Begriffen auf, die vielen klein- und mittelständischen Unternehmen neu sind. Dazu zählen beispielsweise „Marketing Automation“, „Customer Journey“, „Content Marketing“ und viele andere englische Klingelwörter mehr.

Nach der Vorstellung der Echterhage Holding durch Jürgen Echterhage und einem Rundgang durch den Betrieb, erhielten die etwa 40 Anwesenden einen Überblick über neue Entwicklungen, die bei großen Unternehmen bereits im Einsatz sind. Zum Beispiel kann man bereits beim Start einer digitalen Marketingaktivität aus statistischen Daten die Erfolgswahrscheinlichkeit dieser Kampagne vorauszusagen.

Marketing in einer digitalen Welt

Professor Dr. Uwe Kleinkes, Studiengangsleiter „Technisches Management und Marketing “ an der Hochschule Hamm-Lippstadt: „Modernes Marketing ist nicht rein digital. Ich spreche lieber vom Marketing in einer digitalen Welt. Aber Online sind momentan auch im Marketing Revolutionen im Gange. Deshalb nenne ich das auch Marketing 4.0.“

Wie macht’s der BVB?

Patrick Hansmeier, von der BVB-Tochter Sports & Bytes GmbH aus Dortmund zeigte, wie sich ein Proficlub strategisch und taktisch in der digitalen Welt aufstellt. „Trotz aller Veränderung bleiben einige Dinge im Marketing gleich“, sagte Hansmeier. „Man muss wissen, wofür man steht und wo man hinwill“, erklärte Hansmeier weiter und ergänzte: „Generell müssen IT und Marketing enger zusammenrücken. Die IT hat auch eine Beratungsfunktion für das Marketing und die Marketingabteilung muss sich IT-Fragestellungen öffnen.“

Marketingaktivitäten messen

Ein wichtiges Ergebnis der Veranstaltung war, dass es aktuell im Marketing eine so genannte „tektonische Verschiebung vom Outbound- zum Inboundmarketing“ gibt. Im Zentrum steht der für Kunden nützliche Inhalt und die IT stellt dem Marketing immer mächtigere Werkzeuge zur Verfügung, mit dem Marketingaktivitäten direkt messbar werden. „Google weiß mehr über Sie als Ihre Mutter“, so Prof. Kleinkes und ergänzte:

„Mittelständler aus dem Maschinenbau haben oft zwar Daten über ihre Kunden, können aber noch nicht so effektiv ihr Marketing steuern wie die Online-Riesen.“ Auch werde die Rolle der IT im Marketing stark zunehmen und in den Marketingabteilungen selbst deutlich mehr IT-Know-How gefragt sein.

Markt für Software wächst rasant

Laut Prof. Kleinkes wächst der Markt für intelligente Marketing-Software und -dienstleistungen aktuell rasant. Mittelständler würden sich weder mit diesen mächtigen IT-Werkzeugen ausreichend auskennen, noch könnten sich die meisten eine teure Marketing-Software leisten. Patentlösungen dazu seien nicht in Sicht, aber in der Runde war man sich einig, dass das Thema dringend auch aus Sicht des Mittelstandes weiterverfolgt werden sollte.

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