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Hagen. Marihuana-Plantage mitten in der Stadt: Am Dienstagabend (26. Juli) wurde der Polizei mitgeteilt, dass ein Anwohner des Bergischen Ringes schon seit Tagen nicht mehr gesehen worden sei und aus seiner Wohnung ein modriger Geruch dringe. Schlimmes wurde befürchtet.

Das weitere Vorgehen schildert die Polizei in ihrem Presseportal: „Die eingesetzten Polizeibeamten fuhren zu der Anschrift, klopften ohne Erfolg an der Tür des 35-jährigen Mieters und befragten die Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus. Keiner hatte den Mann in den letzten Tagen gesehen und der muffige und modrige Geruch ließ das Schlimmste befürchten.

Feuerwehr brach Tür auf

Die Polizeibeamten riefen die Feuerwehr hinzu und die Wehrmänner öffneten die Tür. Aus der Wohnung kam den Beamten ein eher synthetischer Duft entgegen. Im Flur befanden sich zwei elektronische Duftzerstäuber, die in regelmäßigen Abständen ihre Wirkstoffe versprühten.

Schaumstoffmatratze zum Schutz

Bei der Durchsuchung wurde der 35-Jährige zwar nicht angetroffen, in einem Raum, dessen Tür mit einer Schaumstoffmatratze abgedeckt war, stießen die Polizisten stattdessen auf eine kleine Marihuana-Plantage. Vier Pflanzen von etwa 1,20 bis 1,40 Metern Höhe wurden künstlich beleuchtet; der typische Cannabisgeruch in Verbindung mit den künstlichen Duftstoffen verursachte das verdächtige Aroma.

Die Kripo stellte die Pfanzen und eine kleine Plastiktüte mit der letzten Ernte sicher. Von dem Mieter gibt es nach wie vor keine Spur. Die Polizei resümiert abschließend: „Wenn der 35-Jährige demnächst nach Hause kommt, wird sein bisheriger Wohnungsschlüssel nicht mehr passen, da der Schließzylinder ausgetauscht wurde.“

Das Rauschgiftkommissariat hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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