Alexandra und Kelly geben Thomas Ruschin einen Vorgeschmack auf die Welt von Roncalli und "Salto Vitale" in Lüdenscheid. Foto: Parnemann

Lüdenscheid. Circus Roncalli ist seit Jahren der Inbegriff für eine schillernde Circuswelt abseits von Löwen, Elefanten und anderen Wildtieren. Und jetzt kommt der Traditions-Circus nach Lüdenscheid. Zum ersten Mal überhaupt gastiert er vom 8. bis zum 13. September auf dem Schützenplatz am Loh.

Einzige Show in NRW

Mit viel Nostalgie, Poesie und Seifenblasen hat sich Roncalli in den letzten 40 Jahren in die Herzen vieler Millionen Menschen gespielt.Wer aber nicht in der Großstadt lebte, kam nur umständlich in den Genuss einer Roncalli Show. Mit seiner neuen Show „Salto Vitale“ möchte der Circus Roncalli das ändern und vor allem in Städte gehen, in denen er bisher noch nie zu Gast war. Hierzu zählt auch Lüdenscheid. Und neben der Premiere in der Kreisstadt bringt das Gastspiel von Roncalli in Lüdenscheid noch eine Besonderheit mit sich. Denn es ist die einzige Show in NRW.

Entschleunigung des Alltags

Die Schillernde Roncalli-Welt wird man im September auch in Lüdenscheid erleben können.  Foto: Roncalli
Die Schillernde Roncalli-Welt wird man im September auch in Lüdenscheid erleben können. Foto: Roncalli

„In Berlin gehörte ein Besuch immer zum Weihnachtsprogramm für die ganze Familie“, sagte Lüdenscheids Kulturdezernent Thomas Ruschin beim Pressegespräch für den Roncalli Auftritt im Lüdenscheider Kulturhaus. Und Roncalli-Pressesprecherin Meike Schütte machte deutlich, dass man mit „Salto Vitale“ eine „Entschleunigung des Alltags“ schaffen wolle. Direkt am Eingang werden die Besucher in die, von Nostalgie geprägte Welt von Roncalli entführt. Unterstützt von einem Geruch nach Popkorn, Zuckerwatte und gebrannten Mandeln.

Ein Fest für alle Sinne

Was erwartet die Besucher von „Salto Vitale“? Vor dem Weg ins prunkvolle Chapiteau empfangen zauberhafte Feen die Gäste mit einem gemalten Herzchen auf der Wange – oder einem roten Farbklecks auf der Nase. Im Zelt erfährt das Erlebnis eine weitere Dimension durch das klassische Circus-Parfum: Denn Sägemehl und Pferde fehlen auch bei „Salto Vitale“ nicht. Dann beginnt das Fest für die Sinne: Mit sicherer Spürnase haucht Regisseur Bernhard Paul zwischen Schnörkeln, Schmiedeeisen und Holzschnitzereien, Purpur und Gold seinem jüngsten Circuskind echtes Roncalli Flair ein.

Flötentöne, brennende Luft und fliegende Kleider

1499 Menschen fasst das Circuszelt von Roncalli. Foto: Roncalli
1499 Menschen fasst das Circuszelt von Roncalli. Foto: Roncalli

Zurücklehnen, lachen, staunen, sich mitnehmen lassen in die wunderbare Welt der Circuskünste – das ist die Rolle, die hier den Zuschauern zugedacht ist. Weiten Raum nimmt in jedem Roncalli Programm die Komik ein. Mit dem russischen Urgestein Sergej Maslennikov, dessen Jonglage mit einer halben Orchesterausrüstung ebenso legendär ist wie sein Stepptanz, und dem deutschen „Flötenmann“ Gabor Vosteen sowie den legendären Clowns „Les Rossyann“ sind für das neue Tourneeprogramm bereits wichtige Positionen in Sachen Lachen Machen besetzt. Hinzu kommt – mit viel Spaß an der Freud‘ – mit Konstantin Mouraviev ein Rhönradkünstler, der die gute Laune gepachtet hat. Allzu viel soll nicht verraten werden. „Roncalli muss man gesehen und gespürt haben“, weiß Direktor Paul. Dass er allerdings nur allerbeste Akrobaten und Artisten verpflichtet wie etwa die Weltklasse Trapezkünstler Sorellas oder die Handstandköniginnen Alexandra & Kelly , einen fliegenden Kleiderwechsel in Rekordzeit mit dem Duo Minasov und die wunderschönen Pferde der Saabel Family – und zudem ein starkes Orchester spielen und ein eigenes Ballett tanzen lässt, ist kein Geheimnis. In Roncallis Programmen sieht man keine Wildtiere, Pferde – und aktuell Hunde – gehören jedoch dazu, wenn es gilt, eine Brücke zwischen Circustradition und –Moderne zu schlagen.

Artisten statt Wildtiere

5 Flöten spielen? Kein Problem Gabor Vosteen. Notfalls eben auch mal mit den Ohren.  Foto: Roncalli
5 Flöten spielen? Kein Problem Gabor Vosteen. Notfalls eben auch mal mit den Ohren. Foto: Roncalli

Wer bei dem Stichwort Circus gleich aufschreckt und an die unangemessene Haltung von Wildtieren denkt der kann in diesem Fall durchatmen. Denn die Shows von Roncalli bestehen nicht aus Wildtieren, sondern aus den Darbietungen verschiedenster Artisten, die das Publikum mit Kunststücken und waghalsigen Tricks begeistern. Als kleinen Vorgeschmack auf das Programm von „Salto Vitale“ hatte Roncalli-Pressesprecherin Meike Schütte die beiden Schwestern Kelly und Alexandra mit zum Pressetermin gebracht. Die beiden Damen werden als Schlangenmädchen die Biegsamkeit des menschlichen Körpers demonstrieren.

Enttäuschung für Eisenbahnfreunde

Die Eisenbahnfreunde unter unseren Lesern werden sich beim Stichwort „Roncalli“ sicherlich sofort auf den großen Roncalli-Sonderzug freuen der bei jedem Gastspiel dazugehört. Jedoch wird es diesen bei der Tournee von „Salto Vitale“ nicht geben. Geschuldet ist dies dem Anspruch auch in kleinen Städten auftreten zu wollen: „Denn in den meisten kleineren Städten gibt es keine Bahnhöfe mit Laderampe mehr“; Wie Meike Schütte erklärt.

Der Vorverkauf beginnt am 26. Juni. Weitere Infos gibt es auf www.Roncalli.de.

 

 

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