Drei tage, von Dienstag bis Donnerstag gibt es jeweils nachmittags eine Mahnwache für die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge in der Meinerzhagener Fußgängerzone. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. „Wir trauern um die Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrunken sind“. In Deutsch, Englisch und Arabisch weisen die Plakate in der Fußgängerzone in Meinerzhagen seit Dienstag auf die Tragödie im Mittelmeer hin. Am Wochenende hatte sie dramatische Ausmaße angenommen. Margret Langenohl wollte nicht nur bedauernd zur Kenntnis nehmen, dass mehr als 800 Flüchtlinge ertrunken sind, als ihr Boot kenterte.

Auf Plakaten machen die teilnehemr der Mahnwachen ihr Anliegen deutlich. Foto: Rüdiger Kahlke
Auf Plakaten machen die teilnehemr der Mahnwachen ihr Anliegen deutlich.
Foto: Rüdiger Kahlke

Sie organisierte per Rundruf und E-Mail für Dienstag bis Donnerstag eine Mahnwache. Es war ein spontane Idee einen Ort zu finden, der Gelegenheit bieten sollte, Trauer, aber auch Empörung zu zeigen. Die Hardenbergerin, die auch in der Meinherzhagener Flüchtlingshilfe engagiert ist, machte klar, dass es nicht nur darum gehe, an Politiker zu appellieren, sich für Verbesserungen einzusetzen. Es gehe auch um praktisches Handeln vor Ort.

Friedensnobelpreis rechtfertigen

Sie ging in ihrer Ansprache auch darauf ein, dass Europa den Friedensnobelpreis bekommen habe. Jetzt gelte es zu beweisen, dass die Auszeichnung zu Recht erfolgt sei.

Der Arbeitskreis Flüchtlinge bietet zahlreiche Hilfen an. Sie reichen von

In drei Sprachen wird auf den Anlass der Mahnwache hingewiesen. Foto: Rüdiger Kahlke
In drei Sprachen wird auf den Anlass der Mahnwache hingewiesen.
Foto: Rüdiger Kahlke

Sprachkursen, über Bekleidungshilfen bis zu Sprechstunden. Fady Salama, Flüchtling aus Ägypten, übersetzte die Ansprache auf Englisch und Arabisch. Der Rechtswissenschaftler gilt inzwischen als Verbindungsperson zwischen Flüchtlingen und Verwaltung. Dazu hatte Bürgermeister Jan Nesselrath eine Teilzeitstelle im Rathaus eingerichtet. Anlaufstelle für Flüchtlinge ist das Soziale Bürgerzentrum „Mittendrin“. Sprechstunden gibt es hier dienstags, 15 bis 17 Uhr.

 

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