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Die MAHLE-Zentrale in Stuttgart Foto: MAHLE GmbH

Plettenberg. Der MAHLE-Konzern plant den Verkauf seiner Schmieden in Plettenberg und Roßwein. Gestern wurden die Mitarbeiter bei MAHLE Brockhaus in Plettenberg über diese Absicht informiert. MAHLE gab dazu folgende Pressemitteilung heraus:

„Im Zuge der Überprüfung der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Geschäftsbereichs Motorensysteme und -komponenten hat die MAHLE Konzerngeschäftsführung beschlossen, einen Verkauf der Schmiedeaktivitäten zu untersuchen.

Das MAHLE-Brockhaus-Werk in Plettenberg-Kückelheim Foto: MAHLE GmbH
Das Mahle-Brockhaus-Werk in Plettenberg-Kückelheim Foto: MAHLE GmbH

Hiervon betroffen sind die Werke Mahle Brockhaus Plettenberg und Roßwein (Sachsen). Die Kernkompetenz beider Produktionsstandorte der MAHLE Motorkomponenten GmbH liegt in der Entwicklung und Produktion hoch beanspruchter, stahlgeschmiedeter Rohteile für Pleuelstangen und Ausgleichswellen.

Eine Herstellung derartiger Rohteile steht für MAHLE nicht mehr im strategischen Fokus. Daher wird nun die Veräußerung dieser Aktivitäten in Deutschland geprüft. Für einen möglichen Verkauf an einen neuen Eigentümer mit stärkerem Fokus auf der Herstellung von Schmiedeteilen spricht auch, dass sich durch diesen Schritt für beide Standorte Zusatzpotenziale und Wachstumschancen ergeben könnten. Vor diesem Hintergrund sollen in den kommenden Monaten Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen werden.

In Plettenberg waren zum 30.04.2016 502 Mitarbeiter für MAHLE tätig, in Roßwein 124 Beschäftigte. Für sie gilt auch im Falle eines Eigentümerwechsels die für alle Beschäftigten des MAHLE Konzerns in Deutschland abgeschlossene Beschäftigungssicherung. Diese schließt betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis Ende 2019 aus.“

Über MAHLE

MAHLE ist ein international führender Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie. Der Konzern deckt mit seinen Produkten für Verbrennungsmotoren und deren Peripherie bis hin zu Lösungen für elektrifizierte Fahrzeuge alle wichtigen Fragestellungen entlang des Antriebsstrangs und der Klimatechnik ab: von Motorsystemen und -komponenten über die Filtration bis zum Thermomanagement. Weltweit sind in mindestens jedem zweiten Fahrzeug Produkte von MAHLE verbaut. Komponenten und Systeme von MAHLE kommen auch fernab der Straße zum Einsatz – ob in stationären Anwendungen, mobilen Arbeitsmaschinen, Schiffen und Flugzeugen oder auf der Schiene.

Der Konzern hat 2015 mit rund 76.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet und ist mit über 170 Produktionsstandorten in 34 Ländern vertreten. In 15 großen Entwicklungsstandorten in Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan, China und Indien arbeiten rund 6.000 Entwicklungsingenieure und Techniker an innovativen Lösungen für die Mobilität der Zukunft.

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2 KOMMENTARE

  1. Hallo, ich bin selbst Mitarbeiter und davon betroffen. Es ist eine riesen Sauerei wie mit den Mitarbeitern die sich den Arsch für diese Firma aufgerissen haben umgegangen wird. Wie so ein Stück Vieh wurden wir heute von irgendwelchen Leuten davon Informiert. Es schafft also nicht mal ein Geschäftsführer zu den Leuten zu kommen, die Jahrelang seine Brötchen mit verdient haben, um denen das zu sagen. Traurig für einen „Weltkonzern“. Es gibt ganz andere Hintergünde dafür, welche wir durch den Gesamtbetriebsrat erfahren haben. Mahle schreibt jedes Jahr neue tolle Milliardenzahlen, wie perfekt alles ist, macht tolle Mitarbeitervideos auf YOUTUBE usw. In Rosswein werden die Mitarbeiter weit unter dem zustehenden Tarif bezahlt, gehen seit Jahren rollende Woche und dazu noch Mehrarbeit, werden behandelt wie ein Stück mist von der Werkleitung, die plötzlich seit Anfang der Woche wie vom Erdboden verschwunden ist und jetztt reicht es gerade mal dazu das man zwei Deppen nach Rosswein schickt, die den Mitarbeitern verkünden: “ also Mahle prüft neue Investoren zu finden und für Sie als Mitarbeiter wird sich nichts ändern“…. Über solche umstände sollte man berichten, das den Mitarbeitern doch nur etwas vorgehalten wird, was hinter verschlossenen Türen schon längst in trockenen Tüchern ist. Vielleicht wird dies mal richtig dargestellt, das sich einige den Arsch mit unserer Arbeit vergoldet haben und wir jetzt so rumgeführt werden

  2. In Roßwein war es das gleiche . Echt ein Witz was die mit uns machen. Die verkaufen dich wie ein Stück Vieh. Wir haben uns hier den Arsch für den Sauladen aufgerissen wir sind 10 meter neben der Freiberger Mulde sind 2013 beim Hochwasser als einziges Objekt was neben der Mulde steht trocken geblieben dank der Mitarbeiter . Geben mind 10 Prozent vom Sachsentarif ab haben in der Frühschicht eine 48 Stunden Woche und eine 42 Stunden in der rollen Woche . Und dann haben es die überbezahlten Vorstandsaffen nicht mal nötig uns das selbst ins Gesicht zusagen. Das ist eine absolute Frechheit.

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