Die Talsperren sind trotz der Hitzewelle noch gut gefüllt. Foto: Ruhrverband

Lüdenscheid. Der Ruhrverband ist für die Hitzzewelle gerüstet. Die Talsperren im Sauerland sind immer noch gut gefüllt, obwohl pro Sekunde insgesamt 16.000 Liter Wasser in die Flüsse abgegeben werden. Darauf weist der Ruhrverband jetzt hin.
Die anhaltende Trockenheit und die derzeitige Hitzewelle führen zu sehr niedrigen Wasserständen in Flüssen und Bächen. In der Ruhr ist davon jedoch wenig zu spüren. Dies ist den Talsperren des Ruhrverbands zu verdanken. Sie werden ihrer Hauptaufgabe gerecht, nämlich Gewährleistung einer Mindestwasserführung in der Ruhr.

Zufluss beträgt nur 10 Prozent der Abgabe

Gäbe es die Talsperren des Ruhrverbands nicht, so wäre in den letzten beiden Tagen die mittlere Ruhr bei Villigst streckenweise trocken gewesen und an der Mündung in Duisburg wäre nur noch etwa ein Drittel der tatsächlich gemessenen Wassermenge von 21.000 Liter in der Sekunde in den Rhein geflossen. Derzeit werden aus den Talsperren 16.000 Liter Wasser in der Sekunde abgegeben. Der Zufluss der Talsperren beträgt dagegen nur etwa 1.600 Liter in der Sekunde. Daher zeigen die Füllstände in Talsperren eine fallende Tendenz, die sich auch in den kommenden Tagen weiter fortsetzen werde, so der Verband. Angekündigte Hitzegewitter bringen voraussichtlich nur wenig Entlastung.

Höchstabgabemenge seit 25 Jahren

Im Juni 2015 mussten die Talsperren an 29 Tagen zusätzliche Wassermassen in die Ruhr ableiten, damit die vorgeschriebene Mindestwasserführung am Pegel Villigst eingehalten werden konnte. Dies ist die größte Anzahl sogenannter zuschusspflichtiger Tage in einem Juni seit 25 Jahren.
Trotz dieser Beanspruchung ist das Talsperrensystem derzeit insgesamt noch zu 72 Prozent gefüllt und damit auch für eine mögliche Fortsetzung der sommerlichen Hitzewelle gut gerüstet, betont der Ruhrverband.

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