Volmetal. Die Menschen im Volmetal gehören deutschlandweit zu jenen, die am meisten Stress empfinden. „Den größten Stress empfinden Personen aus Nordrhein-Westfalen. Nur 47 Prozent von ihnen erreichen den Stress-Benchmark und haben somit einen ungesunden Umgang mit Stressfaktoren.“, heißt es in einer Studie der Deutschen Krankenversicherung (DKV). Vor allem: Wir sitzen zu viel. Menschen aus NRW erreichen bei den Gesundheits-Vergleichen der Bundesländer in der Studie, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln erstellt worden ist, überwiegend unterdurchschnittliche Ergebnisse.

DKV-Report 2015: Sitzen macht krank

Für den DKV-Report 2015 „Wie gesund lebt Deutschland?“ befragte das Marktforschungsinstitut GfK mehr als 3.000 Menschen in Deutschland intensiv zu ihremGesundheitsverhalten. Die Befragten berichteten am Telefon umfangreich über ihren Alltag: wie viel sie sich bewegen, was sie essen, wie gestresst sie sind und wie sie mit Alkohol und Zigaretten umgehen. Und, das ist neu in diesem Jahr: bei welchen Gelegenheiten und wie lange sie sitzen. Ein Ergebnis: Die Deutschen sitzen im Mittel siebeneinhalb Stunden am Tag , junge Erwachsene sogar neun Stunden. Das hat, so DKV-Chef Clemens Muth, „weitreichende Folgen für den Fett- und Blutzuckerstoffwechsel und macht die Menschen krank“.

2015_DKV-Stress
Bei etlichen der gesundheitlichen Vergleichswerte schneiden die Menschen in NRW schlecht ab.

Mediziner sieht auch Arbeitgeber in der Pflicht

Dauersitzen ist neben allgemeinem Bewegungsmangel heute als ein eigenständiger Risikofaktor für die Gesundheit anerkannt. „Im Bundesdurchschnitt sitzen die Menschen am längsten vor dem Fernseher“, stellt Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule und wissenschaftlicher Leiter des DKV-Reports fest. Statistisch gesehen erhöht jede tägliche zusätzliche Fernsehstunde auf dem Sofa die Sterblichkeit um 11 Prozent. „Also kann jeder sich etwas Gutes tun, indem er den Fernseher nach der Lieblingssendung ausschaltet und vom Sofa aufsteht.“ Der zweithäufigste Grund fürs Sitzen ist im Bundesdurchschnitt die Arbeit am Schreibtisch. Hier sieht Froböse die Arbeitgeber am Zug: „Es gibt Möglichkeiten, das Sitzen zu begrenzen, etwa Stehmeetings, verstellbare Schreibtische und aktive Büropausen.“ Gerade mit Blick auf die älter werdenden Belegschaften und den Fachkräftemangel sollten Arbeitgeber das Thema Dauersitzen ernst nehmen.

Kinder wachsen im Sitzen auf

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erreichen mit 19 Prozent am häufigsten die Vorgaben für ein rundum gesundes Leben. Mecklenburg-Vorpommern steht damit zum dritten Mal an der Spitze des DKV-Reports. Berlin und Nordrhein-Westfalen sind mit 8 Prozent die Schlusslichter.

 

 

 

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