Friseurmeisterin Anja Szymanska

Zweithaar-Spezialistinnen seit fast 20 Jahren in Lüdenscheid

Lüdenscheid [SPONSORED POST]. Knapper-Straße 10, früher Nachmittag im Lüdenscheider Zweithaarstudio der Luttmann KG. Die Tür öffnet sich. Eine Frau mit blonden kurzen Haaren tritt ein. „Ich musste einfach nochmal vorbei kommen und es Ihnen erzählen“, sagt sie mit einem glücklichen Lächeln. „Der Arzt hat es gerade bestätigt, ich habe den Krebs besiegt.“

Das sind die Momente, in denen Ingrid Schmidt Jahrzehnte zurückdenkt, an ihre Friseurausbildung. Da hat sie gelernt von der Montur bis zum Knüpfen eine Perücke selbst anzufertigen. Schon damals reifte der Entschluss als Fachfrau für Zweithaar Menschen zu helfen. In dieser Zeit erlebte sie zum ersten Mal, wie sehr ein Mensch leidet, wenn Haarausfall auftritt. Bei einer Kollegin wurde Alopecia areata diagnostiziert, kreisrunder Haarausfall. Es ist eine Erkrankung, bei der die medizinischen Bemühungen, den Haarverlust zu stoppen, oftmals keinen Erfolg haben. Das veränderte Aussehen wird für die Betroffenen zur psychischen Belastung. Sie zeigen sich dann meist nur ungern in der Öffentlichkeit, weil die Symptome so deutlich zu sehen sind. Händeringend wird nach Hilfe und Hilfsmitteln gesucht, die Haarlosigkeit zu kaschieren.

Familienunternehmen in der 3. Generation – Über 30 Jahre Erfahrung

Ingrid Schmidt hilft seit über 30 Jahren Frauen, Männern, Senioren, Kindern, wenn sie unter Haarausfall und Haarverlust leiden. Als gelernte Friseurin machte die gebürtige Niedersächsin ihren Wunsch aus Jugendtagen wahr, gründete in ihrer Heimat Oldenburg ihr eigenes Geschäft. Das wurde zum Stammhaus eines wachsenden Familienunternehmens. Enkel Daniel Luttmann ist mittlerweile die dritte Generation in der Geschäftsführung. Weitere Geschäfte wurden in Wilhelmshaven und Lüdenscheid eröffnet.

Den Standort Lüdenscheid hat sich die Firmengründerin persönlich ausgeguckt, vor 19 Jahren. Die zweite Generation war bereits mit Sohn und Schwiegertochter im Betrieb. Als Ingrid Luttmann reiste sie mit dem Zug in die Bergstadt. ‚In der Knapper Straße gab es ein Perückengeschäft, das einen Nachfolger suchte. „Von außen hab ich es eher skeptisch betrachtet”, erinnert sich Ingrid Schmidt mit einem Lächeln. „Doch nachdem ich hineingeschaut hatte, war sofort klar: Das wird mein Laden.” Eine Entscheidung, die die Neu-Sauerländerin nicht bereut hat. Weder geschäftlich, noch privat: Aus Frau Luttmann wurde Frau Schmidt.

Und die setzt als Chefin auf Kontinuität. „Alle sind langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter”, berichtet sie. Anja Szymanska steht ihr in Lüdenscheid schon viele Jahre zur Seite und wird hier in 2015 als Friseurmeisterin die Geschäftsführung übernehmen. Dass sie gleich mehrere Sprachen spricht, beschert ihr im multikulturellen Lüdenscheid die Möglichkeit, besonders individuell auf die Problemlagen der Ratsuchenden einzugehen.

Krankenkassen zahlen Zuschuss

„Zum Glück kommen die meisten sehr frühzeitig”, berichtet Ingrid Schmidt insbesondere von den Kundinnen und Kunden, die eine Chemotherapie vor sich haben. Die ist schon nach wenigen Tagen mit intensivem Haarausfall verbunden. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten und Kosten auseinanderzusetzen. In einem solchen Krankheitsfall ist die Bezuschussung durch die Krankenkasse kein Problem.
Der Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten (BVZ), dem das Haus Luttmann angehört, hat beispielsweise mit dem Verband der Ersatzkassen (VDEK) einen Rahmenvertrag geschlossen. Barmer, DAK und Techniker Krankenkasse gehören unter anderen dazu. Damit beim gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung der jeweilige Arzt alle wesentlichen Formalitäten unkompliziert erledigen kann, gibt es für die Betroffenen einen entsprechenden BVZ-Vordruck.
„Die AOK stellt zum Beispiel pauschal einen Betrag von 350 Euro zur Verfügung”, erläutert Ingrid Schmidt: „Dafür gibt es Perücken, die toll aussehen und die ich so stylen kann wie ich möchte.”
Je nach verwendetem Haar und angewandter Knüpftechnik steigt der Preis. Ein absolutes Spitzenmodell als Sonderanfertigung kann bis zu 3500 Euro kosten.

„Auch ohne Zuzahlung eine ordentliche Frisur“

Grundsatz der Fachfrauen in der Knapper Straße 10: „Auch wenn jemand keine Zuzahlung leisten kann, muss er eine ordentliche Frisur haben.“ Hinzu kommt: „Nicht immer ist das teurere Modell auch das Geeignetere.” Es hängt ganz davon ab, wie das natürliche Haar beschaffen ist. Auch deshalb ist es im Krankheitsfall wichtig, dass die Betroffenen früh Rat suchen, damit die Friseurinnen das Originalhaar und die ursprüngliche Frisur sehen können. Hat jemand beispielsweise kräftiges, dickes Haar, ist die kostengünstiger geknüpfte Perücke wesentlich geeigneter als eine mit feinerem Haar und umfangreicherer Knüpfung.

Tücher als Alternative zur Perücke – Hilfe bei Wimpern und Augenbrauen

„Und wenn jemand keine Perücke tragen möchte, gibt es ebenfalls helfende Lösungen, zum Beispiel tolle Tücher und darunter einen Pony aus Zweithaar”, zeigt Ingrid Schmidt eine weitere wirkungsvolle Möglichkeit auf, die besonders Frauen nutzen.
Nicht nur der Verlust des Kopfhaares ist ein Problem. Auch der Verlust der Augenbrauen und der Wimpern stellt für Betroffene eine große psychische Belastung dar, da die Veränderung Außenstehenden sofort auffällt.
Besonders Kinder, die in eine solche Situation kommen, haben ihre Nöte. „Ist das ansteckend?” bekommen sie von Gleichaltrigen bisweilen auch weniger mitfühlende Kommentare zu hören, berichtet Anja Szymanska. Damit so etwas nicht passiert, hat sie verschiedene Möglichkeiten parat, die den Verlust von Augenbrauen und Wimpern kaschieren. Echthaar-Wimpern lassen sich an die Augenlider kleben. Bei den Augenbrauen sind ebenfalls Echthaarlösungen möglich, alternativ auch Farbauftrag.

Haarteile mit denen man auch ins Wasser springen kann

Nicht immer liegt bei Haarverlust eine eindeutige medizinische Indikation vor und dennoch bedeutet der Haarausfall für die Betroffenen eine psychische Belastung. Gerade bei Männern und bei Frauen in den Wechseljahren ist frühzeitig weniger werdendes Haar ein verbreitetes Phänomen. Hier gibt es für männliche Betroffene meist keinen Zuschuss, wird das Problem in der Regel als alltägliches, kosmetisches Phänomen angesehen. An dem allerdings auch kosmetisch gearbeitet werden kann. „Vom Haarteil bis zur Halbperücke gibt es verschiedenste Lösungen, die geklebt, genäht, geknüpft oder festgeklipst werden können“, berichtet Ingrid Schmidt. „Und zwar so, dass man damit auch ins Wasser springen kann.”

Bei dünner werdendem Haar Alltagshelfer aus der Dose

Wem es ein wenig an Haarfülle fehlt, der kann dies durchaus auch zu besonderen Anlässen etwas weniger sichtbar machen lassen. Mit Toppik. „Das sind geschnittene Haare, die auf die Kopfhaut gestreut und mit Spray fixiert werden”, erläutert Anja Szymanska. Ein solches Set gibt es zum Mitnehmen. Auch jüngere Männer nutzen das schon mal, wenn beispielsweise am Wochenende eine Party ansteht. Der Effekt hält bis zur nächsten Haarwäsche.

Und so helfen Ingrid Schmidt und Anja Szymanska, wenn es ums Zweithaar geht, bei großen und auch kleineren Problemen. Eine nicht alltägliche Friseurtätigkeit mit positiven Folgen. „Viele unserer Kunden werden zu Freunden.”

Kontakt

Luttmann KG – Perücken-Toupets und Haarteile

Knapper Straße 10
58507 Lüdenscheid

www.peruecken-luttmann.de
E-Mail: lued@peruecken-luttmann.de

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 9 – 13 und 14 – 18 Uhr
Samstag gerne nach Vereinbarung

Telefon: 02351 . 216 94
Telefax: 02351 . 66 35 86

Fotostrecke

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here