Lüdenscheid. Der Unmut bei den Geschäftsleuten und Gastronomen in der Stadt ist groß. Nicht nur in der Oberstadt, sondern auch in der Wilhelmstraße. Denn die Vorgaben der Stadt im Bezug auf Außenwerbung nehmen offenbar kuriose Züge an.

Luftballons werden zum Symbol

In den vergangenen Tagen war der Fall der Hussel-Geschäftsstelle in der Wilhelmstraße bekannt geworden. Hier wurde von Kontrolleuren der Stadt darauf hingewiesen, dass die bunten Luftballons im Außenbereich des Geschäfts entfernt werden sollten. Was erst als Scherz aufgenommen wurde, entpuppte sich am Folgetag dann doch als vollkommender Ernst.

11119727_10206409876066335_2107117753_n 11156969_10206409876266340_1748354631_n 11185639_10206409876146337_1484096163_nNun regt sich in der Stadt der „ungehorsam“. Von der Oberstadt bis in die Wilhelmstraße zieren nun bunte Luftballons die Fassaden von Wohn- und Geschäftsgebäuden. Man will sich mit Hussel solidarisch zeigen. Und offenbar zeigt der wachsende Unmut der einzelnen Akteure Wirkung. Denn für den 28. April bittet die Stadt Lüdenscheid nun zu einem runden Tisch in den kleinen Sitzungsaal im Rathaus. Hier soll es zur Diskussion der Gestaltungsvorgaben geben mit denen die Stadt seit 2010 bemüht die Stadt vor allzu massiver Werbung zu schützen.

Wie viel Werbung muss sein?

Es stellt sich also die Frage: „Wie viel Werbung darf sein?“ In Hinblick auf die zunehmenden Leerstände in der Innenstadt ist diese Frage berechtigter als je zuvor. Auf der einen Seite die Vorgaben der Stadt auf der anderen Seite die Einzelhändler und Gastronomen, die einem immer härteren Wettbewerb ausgesetzt sind und mit Werbung auf ihre Geschäfte aufmerksam machen müssen. Mit Spannung darf also das Ergebnis des runden Tisches abgewartet werden.

 

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