Artec
Das Gesellschafterteam von Artec (von links): Anja Roerdink-Veldboom, Marcus Born, Regine Mekelburg und Rainer Mekelburg. Foto: Wolfram Schroll

Lüdenscheid. Industriearchitektur ist mehr als Gestaltung. Sie erfüllt funktionale und konstruktive Voraussetzungen, dient Produktionsabläufen und profiliert das Unternehmen. „Form folgt Funktion und nicht umgekehrt“, so beschreibt die Architektin Regine Mekelburg das Prinzip, nach dem Artec seit 26 Jahren erfolgreich Bauwerke für Unternehmen der Region realisiert. In den vergangenen Monaten hat die Lüdenscheider Architektengemeinschaft mit einem neu formierten Gesellschafterquartett die Weichen für ihre Zukunft gestellt. Nach dem Eintritt des Planers Marcus Born im Jahr 2010 macht nun die Architektin Anja Roerdink-Veldboom das Partnerteam komplett. Beide vertreten die jüngere Generation neben den Artec-Mitbegründern Regine und Rainer Mekelburg.

Wichtige Zukunftsaufgaben

„Wir vier teilen die gleiche Vorstellung von anspruchsvoller Architektur. In dieser Aufstellung stehen wir für Kontinuität – aber auch für Weiterentwicklung“, sagt Anja Roerdink-Veldboom. „Aktuelle Themen für die mittelständischen Unternehmen der Region sind beispielsweise energieeffizientes Bauen und Gebäudesystemtechnik. Auch die immer komplexere Vernetzung von Objekten, Diensten und Akteuren gehört zu den Zukunftsaufgaben, mit denen wir uns als Architekten auseinandersetzen.“

Artec
Markante Industriearchitektur: Das Vogler-Gebäude in Lüdenscheid.
Foto: Alexander Ring

2014 hat Artec in der neuen Konstellation drei Großprojekte vollendet. Marcus Born realisierte einen mehrteiligen Produktions- und Verwaltungskomplex für das Wuppertaler Unternehmen Coroplast. Anja Roerdink-Veldboom stellte für den Schalterhersteller Jung in Schalksmühle eine zweiteilige Produktionshalle fertig, und für die Turck-Gruppe baute Artec ein 9.000 Quadratmeter großes Produktionsgebäude im sächsischen Beierfeld.

Viel Freiraum für Artec

Ein markantes Artec-Bauwerk in Lüdenscheid ist der Verwaltungsbau von Vogler Industrielackierungen an der Heedfelder Straße. Der gläserne Quader lastet auf dünnen, schräg stehenden Säulen und scheint die Gesetze der Statik zu umgehen. „Der Bauherr hat uns großen gestalterischen Freiraum gegeben, doch auch hier ist das Gebäude Teil eines Industriekomplexes und erfüllt in erster Linie funktionale und konstruktive Voraussetzungen“, erklärt Rainer Mekelburg. Was will der Bauherr, welche baulichen Voraussetzungen bestehen und welchen Zweck soll ein Neubau erfüllen? Diese Fragen seien immer am Anfang zu stellen, dann erst könnten architektonische Entscheidungen gefällt werden. Von der Grundlagenermittlung und Planung bis zum Innenausbau und der Bauleitung laufen die Fäden bei Artec zusammen.

13-köpfige Mannschaft

„Das Wort ‚Gemeinschaft’ in unserem Namen ist Programm“, sagt Marcus Born über die 13-köpfige Mannschaft. „Gute Bauwerke entstehen nur im Team. Wir arbeiten in Projektgruppen, alle auf Augenhöhe und mit flachen Hierarchien.“ In enger Zusammenarbeit mit den Bauherren entsteht maßgeschneiderte Industriearchitektur. Anja Roerdink-Veldboom: „Wir sind außerdem auf dem aktuellen Stand der Technologien, die für Industriearchitektur von Bedeutung sind. Das letztlich entscheidende Kriterium bei allen Bauvorhaben ist für uns Qualität.“

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here