Lüdenscheid. Die Stadt Lüdenscheid hat zwei neue Straßenbezeichnungen. Der Rat hat in seiner Sitzung der Umbenennung des Duisbergweges in Christine-Schnur-Weg zugestimmt. Außerdem sprach er sich für die Umbenennung eines Teilstücks der Gustav-Adolf-Straße in Phänomenta-Weg aus.

Die Diskussion um Straßenumbenennungen war im vergangenen Jahr von der Alternative für Lüdenscheid angestoßen worden. Anschließend war vorgeschlagen worden, dass Anwohner Vorschläge für die Umbenennung der Straße zwischen Liebig- und Humboldtstraße unterbereiten sollten. Der Duisbergweg erinnert an Carl Duisberg (1881 bis 1935). Er war ein Spitzenmanager der deutschen Chemieindustrie. Unter seiner Verantwortung wurde Giftgas produziert, darunter Phosgen, ein äußerst giftiger Kampfstoff, der in mehreren Kriegen eingesetzt worden ist. Phosgen soll unter anderem für die rund 90 000 Gastoten des Ersten Weltkriegs verantwortlich sein.

Um Arme und Schwache verdient gemacht

Auf Vorschlag der Arbeiterwohlfahrt Lüdenscheid kam jetzt der Name Christine-Schnur-Weg zum Zug. Christine Schnur war eine Lüdenscheiderin, die sich um Arme und Schwache in der Gesellschaft verdient gemacht hat. Ihre Leistungen für Lüdenscheid und für Lüdenscheider verdienen Respekt und Anerkennung, hieß es im Vorschlag der AWO.

Anregung der Phänomenta-Stiftung

Auch für die Umbenennung eines Teilstücks der Gustav-Adolf-Straße gibt es einen guten Grund. Die „Phänomenta“ hat zurzeit die postalische Anschrift „Gustav-Adolf-Straße 9-11“. Der Zugang erfolgt aus Richtung Friedhofstraße über ein kurzes Stück der Gustav-Adolf-Straße, die in der Fortsetzung als Fußweg um das gesamte „Phänomenta“-Gebäude herumführt.

Nach dem endgültigen Umbau der „Phänomenta“ wird der Eingangsbereich auf die andere Gebäudeseite Richtung Bahnhofsallee verlegt. Der Zugang soll dann hauptsächlich von dort über die neue Brücke erfolgen.

In diesem Zusammenhang hatte die Phänomenta-Stiftung beantragt, den direkt an den neuen Eingangsbereich angrenzenden fußläufigen Teil der Gustav-Adolf-Straße in „Phänomenta-Weg“ umzubenennen.

Begründet wird dies durch eine dann klare Beziehung zwischen der postalischen Anschrift und dem Objekt. Darüber hinaus soll der Straßenname „Phänomenta-Weg“ das Konzept der „Denkfabrik“ unterstreichen: Es handelt sich um einen Bildungsweg – von der Phänomenta über das Technikzentrum bis zur Fachhochschule –, über den alles zu Fuß erreichbar ist.

Außer dem Gebäude der Phänomenta ist durch die Umbenennung dieses Teilstücks der Gustav-Adolf-Straße kein anderer Anlieger betroffen. Alle behalten ihre Adressen.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here