Vorwärts in die Vergangenheit. Sicher gibt es größere Probleme als die Wiederbelebung historischer Kfz-Kennzeichen. Aber schön wäre es doch, sie wieder auf den Straßen zu sehen. Das meinen Volker Jenneboer aus Brügge und einige Mitstreiter. „LÜD auf dem Nummernschild, für mich würde das passen“, sagt er.



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Facebook-Abstimmung macht Mut

Das sehen auch mindestens 160 weitere Lüdenscheider so. Sie haben sich bereits auf der Facebook-Seite „Du bist Lüdenscheider, wenn . . . „ für die Wahlmöglichkeit LÜD ausgesprochen. Nur zehn sprachen sich für die Beibehaltung von MK aus. Acht hätten gern LS als Wunschkennzeichen. MK gilt übrigens seit 1979. Das Voting hat Volker Jenneboer Mut gemacht.

Überreicht mit „heimatlichen Grüßen“

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Anlässlich des Neujahrsempfangs der Lüdenscheid verteilte er vor dem Rathaus Flyer mit dem Vorschlag, das amtliche MK-Kennzeichen um die „LÜD-Nummer“ zu erweitern. „Wir wollen ja MK nicht abschaffen“, sagt er. Zahlreiche Besucher des Empfangs unterstützten den Vorschlag Jenneboers. Die unterschriebenen Flyer überreichte er anschließend Bürgermeister Dieter Dzewas mit „heimatlichen Grüßen“.

Vom Rathauschef hat Jenneboer erfahren, dass das Interesse an der Wiederbelegung des historischen Kennzeichens gering sei. Bislang habe es nur eine Anfrage geben, habe ihm der Bürgermeister berichtet. Offensichtlich hat sich die Stimmung gewandelt, seit sich der Rat im November 2010 einer entsprechenden Resolution der Stadt Bottrop nicht angeschlossen hatte.

Drei Buchstaben klingen nach Provinz

Ein Knackpunkt in der Angelegenheit: Kennzeichen mit drei Buchstaben  – das klingt für viele zu sehr nach Provinz. In der Regel erhalten die Metropolen einen Buchstaben, Ausnahmen (Hamburg = HH) bestätigen auch hier die Regel. Großstädte führen überwiegend zwei Buchstaben im Kfz-Kennzeichen. Aber auch hier gibt es Abweichungen (Hamm = HAM).

Hoher Wiedererkennungswert

„LÜD besitzt einen hohen Wiedererkennungswert“, sagt Volker Jenneboer. Selbst wenn drei Buchstaben eher kleinere Städte oder ländlich strukturierte Gegenden bezeichnen, Jenneboer stört das nicht. Für ihn steht der Heimatgedanke im Vordergrund. Dazu würde er sich gern mit dem Altkennzeichen bekennen. Landtagsabgeordneter Gordan Dudas (SPD) würde über die Wiederbelebung der Buchstaben-Kombination LS noch mit sich reden lassen. Damit wäre immerhin der Hauch von Provinz ausgeschlossen.

Volker Jenneboer macht weiter

Der Märkische Kreis hat die Erweiterung der Kennzeichen im März 2012 abgelehnt. Im Beschluss werden zusätzlichen Kosten ins Feld geführt. Außerdem, so heißt es im Beschluss weiter, stelle das MK-Kürzel seit 1979 in zahlreichen Bezeichnungen und Veröffentlichungen einen Bezug zum Märkischen Kreis her. „Das Kennzeichen kann ja bleiben“, betont Volker Jenneboer. „Mir geht es lediglich um die Erweiterung.“ Am 26. Januar will er beim Neujahrempfang in Brügge weiter die Werbetrommel für das Nostalgie-Kennzeichen rühren.

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