Die erste "Open Stage" nach der Sommerpause in der Bar Lönneberga war ein Erfolg. Fotos: Kannenberg Design & Kommunikation

Lüdenscheid. Bei der ersten „Open Stage“ nach der Sommerpause in der „Bar Lönneberga“ gaben sich zum wiederholten Male viele Lüdenscheider Künstler ein sogenanntes Stelldichein.

Uli Kuhn war „Opener“

Uli Kuhn hier mit Melina Fuhrmann und Rudolf N. Nauhauser,
Uli Kuhn hier mit Melina Fuhrmann und Rudolf N. Nauhauser.

Uli Kuhn, der als Opener die „Stage“ eröffnete, lud eine Stunde lang dazu ein, sich an seinem erstaunlichen musikalischen Können zu erfreuen. Percussionist mit Leib und Seele und seit vielen Jahren fester Bestandteil der Lüdenscheider Kunst- und Musikszene, zeigte Uli den vielen staunenden Gästen, wie man es schafft, als einzelner Musiker eine Bühne allein mit Präsenz und Talent komplett auszufüllen.

Es war zwischendurch nicht klar, wie viele Instrumente Uli gleichzeitig spielt und ob er nicht doch zu den X-Men gehört und sich per Teleportation vorwärtsbewegt. Man hatte als Zuschauer das Gefühl, er wäre überall gleichzeitig. Ein sehr interessanter Effekt und echt selten gesehen. Danke Uli!

Denn unterstützt wurde er zumindest in der ersten Stunde nur von seiner LoopStation und der Fähigkeit, jedes einzelne Instrument, das er parallel dazu in die Hand nahm, virtuos zu spielen. Sehens- und hörenswert auch seine Klangstrecken am Vibrafon, mit dem er sich dann nahtlos zwischen den anderen Musikern, die nach der ersten Stunde die jetzt offene Bühne stürmten, einreihte.

Bühne wurde sehr, sehr voll

Mit Steven Stegnitz am Bass und Julia Späinghaus, Gesang. "Fever" war angesagt ...
Mit Steven Stegnitz am Bass und Julia Späinghaus, Gesang. „Fever“ war angesagt … Ein gemeinschaftlicher Musikwunsch von Julia und Klaus 😉

Nach einer Stunde gesellten sich nämlich dann die KultStädte-Mitglieder und Initiatoren der „Open Stage“, Ingo Starink und Klaus Sonnabend ebenso zu Uli hinzu, wie Steven Stegnitz am Bass, Rudolf N. Nauhauser am Saxophon und die Sängerinnen Melina Fuhrmann, Nancy Siskou und Julia Späinghaus.

Als Zuschauer wunderte man sich zwischendurch doch sehr, dass all die Menschen auf den wenigen Quadratmetern Bühne Platz fanden. Aber: Lief! Auch, als zusätzlich noch Basti Volbert ans Schlagzeug wechselte und Klaus Sonnabend seine E-Gitarre dazu holte. Glücklicherweise kann man im Lönne ja problemlos den Zuschauerraum zur zusätzlichen Bühne erklären. Geht eh irgendwie ineinander über und es ist manchmal nur schwer unterscheidbar, wer hier Zuschauer ist und wer Musiker.

Keine Session ist wie die andere

Ingo Starink, wie immer eher versteckt und im Hintergrund agierend, trotzdem einer der Gründungsmitglieder von KultStädte e.V. und Ideengeber für die "Open Stage".
Ingo Starink, wie immer eher versteckt und im Hintergrund agierend, trotzdem einer der Gründungsmitglieder von KultStädte e.V. und Ideengeber für die „Open Stage“.

Eines der besonderen Merkmale der „Open Stage“ ist sicher, dass keine Session wie die andere ist. Man kann nie vorhersagen, wie sich der Abend gestaltet, die „Stage“ ist ein organisches, unberechenbares, einzig und allein von dem Willen einzelner getragenes Event, das Lüdenscheid einen besonderen kreativen Rahmen anbietet.

Und als Reaktion darauf: Eine große Lust der Zuschauer und Musiker, dies ohne Zögern anzunehmen und eine Veranstaltung daraus zu machen, die beiden gleichermaßen gehört. Ein Abend, der davon lebt, dass beide Parts ihr Bestes geben.

„Open Stage“ wird zum Künstler-Treff

Die Mischung macht´s: Auch im Publikum viele Künstler.
Die Mischung macht´s: Auch im Publikum viele Künstler.

Überhaupt zieht das Lönne an diesen Abenden auch viele andere Künstler aus allen Bereichen an. So war Nando Andreas zu Gast, der männliche Part von HonigMut, der Sänger Daniel Koroma, die Fotografen Björn Othlinghaus und Max Unterharnscheid, mehrere Chormitglieder der Albert Singers aus Halver, der Gitarrist Volkmar Dumm und viele andere mehr.

Auch Steffen Schulte-Lippern ließ es sich nicht nehmen, als einer der Gastgeber und Initiatoren der „Stage“ zwischendurch immer wieder einmal vorbeizuschauen.

Großer Andrang auf das kleine Lönne

Nacy Siskou und Melina Fuhrmann. zwei Powerpakete. Da flogen die Funken.
Nancy Siskou und Melina Fuhrmann. Weibliche Powerpakete! Da flogen die Funken.

Alles in allem hatte man das Gefühl, dass bei dem großen Andrang auf das kleine Lönne viele nur darauf gewartet hatten, das die „Open Stage“ endlich wieder öffnet. Etwas vergleichbares gibt es einfach im Moment auch nicht in Lüdenscheid. So eine Dichte an spontaner, musikalischer Präsenz, gepaart mit Spaß und einer friedlichen, kreativen Atmosphäre ist im Moment konkurrenzlos und passt perfekt in eine Stadt, die sich derzeit auf der künstlerischen Ebene völlig neu erfindet.

Ø

Klaus Sonnabend und Uli Kuhn. Eine kleine Bühen und zwei große Musiker.
Klaus Sonnabend und Uli Kuhn. Eine kleine Bühne für zwei große Musiker.

Sicher ist der Erfolg des Gemeinschaftsprojektes von Bar Lönnberga, KultStädte e.V. und Music Store Musikschule auch der Tatsache geschuldet, dass hier durch engagierte Menschen eine Plattform geschaffen wird, die die unterschiedlichsten Musiker aus den unterschiedlichsten musikalischen Richtungen und Hintergründen zusammenbringt.

Ohne Druck und einfach so. Dazu eine gute Mischung an Musikliebhabern vor der Bühne und hinter´m Tresen Personal, das den kreativen Gedanken der „Stage“ mitträgt. Was will man mehr.

Die Saison hat mit einem „Kracher“ begonnen und geht nun über den Winter und das Frühjahr in ihre dritte Runde. Wer Lust hat, bei der „Open Stage“ mitzumachen, ob als Zuschauer oder Musiker: Jeden zweiten Donnerstag im Monat heißt es: „Bühne frei!“. Für mehr Informationen: www.kultstaedte.de oder über die Facebook-Seiten von Bar Lönneberga und KultStädte e.V.

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