Ein Traum von Bulli.

Lüdenscheid. Ob schwarzer Jaguar oder blauer Opel Kapitän: Bei der 11. Oldtimer-Rallye des Lions-Clubs Lüdenscheid braucht jeder Oldie ein Stück Pappe. Es wird nach der Ankunft auf dem Rathausplatz gleich unter das teure Stück geschoben. Die automobilen Schönheiten von gestern und vorgestern verlieren eben gern mal ein bisschen Öl und das bekommt dem mit chinesischem Granit ausgelegtem Platz gar nicht. Keine Sorge. Der Platz hat den Ansturm der Oldies gut verkraftet. Und auch die Veteranen auf vier Rädern sind gut über die Runden gekommen.

100 Kilometer mit Sonderprüfungen

Sie waren wieder mit Chrom und Charme auf der rund 100 Kilometer langen Piste, die der Lionsclub wieder mit einigen Sonderprüfungen gespickt hatte. Exaktes Einparken: gar nicht so leicht, wenn die Servo-Unterstützung fehlt. Auch die Orientierung ist nicht so einfach, denn die reizvolle Route rund um Lüdenscheid führte wieder durch verschwiegene Täler, vorbei an Talsperren und über die Höhen des Märkischen Kreises ein wenig abseits der gewohnten Routen.

Nicht einkalkuliert waren die kräftigen Regengüsse. Feuchtigkeit ist für die in die Jahre gekommenen Schönheiten Gift. „Bei solch einem Wetter fahren wir normalerweise nicht“, sagte der Hagener Pilot des blauen Opel Kapitän.

Keine Autos im aktuellen Einheitslook

Dennoch: Als die Fahrzeuge ab 16 Uhr auf dem Rathausplatz eintrudelten, waren die Teams bester Laune. Die Zaungäste hatten ihre Freude an den Karossen, die sich so deutlich vom Einheitslook aktueller Autos unterscheiden.

5,64 Meter lang, 2,03 Meter breit: der Cadillac-Koloss in Aktion.
5,64 Meter lang, 2,03 Meter breit: der Cadillac-Koloss in Aktion.

5,64 Meter lang, 2,03 Meter breit und knallgelb, der Cadillac Eldorado (Baujahr 1971) von Hans-Jörg und Petra Wernscheid aus Schalksmühle ist nicht zu übersehen. Der US-Koloss wird von einem 8,2 Liter-Motor mit acht Zylindern angetrieben, der lange Zeit als hubraumstärkster Pkw-Serienmotor der Welt galt. Es geht aber auch durchaus kleiner: Mit der Startnummer 47 war einer von drei Fiat 500, liebevoll „Bambino“ genannt, unterwegs. Diese Kleinwagen wurden zwischen 1957 und 1975 gebaut.

Erlös für das Amalie-Sieveking-Haus

Gemeinsam ist allen Schätzchen aber eins, sie brauchen viel Liebe, wenn Technik und Blech unbeschadet über die Jahrzehnte kommen sollen.

Der Erlös der Veranstaltung geht an das Hospiz des Amalie-Sieveking-Haus in Lüdenscheid. Die Einrichtung wird wie auch das Diabetikerzentrum, der Obdachlosenfreundeskreis, der Kinderschutzbund, die Lüdenscheider Tafel und die Drogenberatung seit vielen Jahren vom Lions Club Lüdenscheid-Lennetal unterstützt.

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