Bild: Claus Hegewaldt, Hagen

In ihrer jüngsten Sitzung hatte die von der SIHK zu Hagen betreute Erfahrungsaustauschgruppe Qualitätsmanagement / DGQ Regionalkreis Märkische Region
Christoph Teschers, Senior Manager Supplier Quality der WILO SE in Dortmund, zu Gast. Herr Teschers ist zuständig für das strategische Lieferantenqualitätsmanagement und befasst sich mit der Standardisierung und Harmonisierung der Lieferantenqualitätsprozesse für die gesamte WILO Gruppe. Ihm ist es gelungen, standardisierte Qualitätstools an die in der Industrie vorherrschenden Gegebenheiten anzupassen.

In seinem Vortrag zeigte er, wie ein Lieferantenmanagementsystem weltweit aufgebaut sein kann, auch unter dem Aspekt, nicht bei jedem Lieferanten zu den
A-Kunden zu zählen. Das Unternehmen verfolgt in seiner Lieferantenstrategie wichtige Grundsätze: unter anderem wird der Lieferant als wichtiger Partner in der Lieferkette gesehen und auch so behandelt. Mit jedem Lieferanten wird eine Qualitätssicherungsvereinbarung (QSV) abgeschlossen. Dabei wird ein auf den Lieferanten individuell zugeschnittener Entwurf abgestimmt, der für beide Seiten einen guten Kompromiss darstellt. Die Lieferantenentwicklung wird anhand der Bedeutung, des Qualitätsreifegrades sowie der Größe des Lieferanten individuell ausgerichtet.

Besondere Beachtung im Teilnehmerkreis fand das bei WILO selbst entwickelte Excel-Werkzeug für die Auditplanung, -durchführung und –dokumentation. So wurden beispielsweise die Lieferanten in Warengruppen eingeordnet und pro Warengruppe ein eigener, spezifizierter Auditleitfaden erstellt. Dieser wird dabei aus einem komplexen, umfassenden Auditfragenkatalog herausgefiltert. Daneben befindet sich derzeit eine Lieferanten-Score Card in der Entwicklung. Hier soll jedem Lieferanten eine informative Rückmeldung zu seiner Lieferleistung gegeben werden. Diese Information wird automatisch im unternehmenseigen SAP-System erzeugt.

In der Diskussion mit den Anwesenden riet Herr Teschers den Qualitätern, einen ausreichenden und angemessenen Zeitraum einzuplanen, um ein wirklich passendes und durchdachtes System zur Lieferantenentwicklung und –beurteilung aufzubauen. So sei die heute implementierte Lieferantenqualitätsstrategie im Hause WILO das Ergebnis jahrelanger intensiver Beschäftigung und Abstimmung mit den entsprechenden Produktionswerken. Die Teilnehmer waren übereinstimmend der Ansicht, dass der Erfolg diesen Aufwand mehr als rechtfertigt.

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