Eine Delegation des Geschichts- und Heimatvereins überbrachte Eva und Gerhard Winkler (2. und 4. von links) am Mittwoch Plakette und Urkunde für ihren vorbildlichen Beitrag zu einer schönen Stadt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Mit Gott gebaut 1904“ so steht es auf dem dicken Holzbalken – das Haus Parkstraße 97 ist ein wahres Schmuckstück. Die Eheleute Eva und Gerhard Winkler haben es vor rund 15 Jahren mit viel Liebe zum Detail renoviert. 2003 wurde das Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid aufgenommen. Jetzt hat der Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid die Familie Winkler für einen vorbildlichen Beitrag zur schönen Stadt ausgezeichnet.

„Mit Gott gebaut 1904“ – die Geburtsstunde des Hauses ist nicht zu übersehen. Foto: Wolfgang Teipel

Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins überreichte Eva und Gerhard Winkler am Mittwoch die Ehrenurkunde und die Plakette.

Lüdenscheider Bautradition

Auch hier hat Architekt Haase seine Spuren hinterlassen. Foto: Wolfgang Teipel

„Wer die umliegende Bebauung betrachtet stellt gleich fest: Dieses Haus ist aus der Art geschlagen“, sagte Dr. Arnhild Scholten.

Zwar verweisen die Verwendung von Bruchstein und Fachwerkbauweise im Giebel auf Lüdenscheider Bautradition. Die idyllische Lage an der Parkstraße, zurückgesetzt inmitten eines alten Baumbestandes heben das Gebäude stark von der umliegenden Bebauung ab.

„Selbst in Kleinigkeiten verweist die Bauausführung auf bürgerliche, städtische Bewohner, die in Stadtnähe aber gleichzeitig in ländlichem Umfeld wohnen wollten“, heißt es in der Urkunde. „So ist unter anderem eine Hundehütte in das Mauerwerk integriert.“

Errichtet von Architekt Wilhelm Haase

Das vom Architekten Wilhelm Haase errichtete Haus dokumentiert in anschaulicher Art und Weise in Architektur und Ausstattung die kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Der Baumeister selbst hat in Details seine persönliche Note hinterlassen. An der Eingangstür prangt unter dem Schlüsselloch ein prächtiger Hase.

Details spielen eine wichtige Rolle

Die Treppe führt an einem kleinen Erker vorbei. Foto: Wolfgang Teipel

Auch solche Details spielen für den Geschichts- und Heimatverein eine große Rolle. „Die Eigentümer haben bei der Renovierung in vorbildlicher Weise darauf geachtet, durch Erhaltung der historischen Bausubstanz der Bedeutung des Gebäudes gerecht zu werden und seinen Charakter zu bewahren“, hält die Urkunde fest. „Für diesen Beitrag zur Identität unserer Stadt gebührt dem Ehepaar Winkler der Dank des Geschichts- und Heimatvereins“, betonte Dr. Arnhild Scholten.

Eine Seitenansicht des Hauses Parkstraße 97. Foto: Wolfgang Teipel

 

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