Lüdenscheid. Tief beeindruckt kehrten heute Bürgermeister Dieter Dzewas, Karin Hertes (SPD), Norbert Adam (CDU) und Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn von einem Kurzbesuch im belgischen Leuven zurück. Anlass der Stippvisite war eine Einladung des dortigen Bürgermeisters Louis Tobback zu Gedenkveranstaltungen, mit denen an die Zerstörung der Partnerstadt Lüdenscheids durch Deutsche Truppen im Jahr 1914 erinnert wurde.

Im Mittelpunkt stand dabei das Open-Air-Konzert „LEUVEN BRANDT“ des flämischen Symphonieorchesters und des Chores Octopus unter Leitung des britischen Dirigenten David Angus. Aufgeführt wurde Mozarts Requiem und die Auftragskomposition „The sack of Louvain“. Piet Swerts vertont darin eindringlich die Geschichte der Zerstörung von 2000 Gebäuden mit Phosphor- und Brandgranaten, die Tötung von 248 Menschen und die Vernichtung von 300.000 Büchern der Universitätsbibliothek im August 2014. Den akustischen Eindruck verstärkte im Anschluss eine animierte Lichtprojektion auf der der Fassade des Universitätsgebäudes. Am Nachmittag stand ein Besuch des Kunstmuseums M auf dem Programm, das sich in einer Wechselausstellung unter dem Titel „Ravage“ der Darstellung der Zerstörung von Städten im Laufe der Menschheitsgeschichte von Sodom und Gomorra bis Hiroshima in zeitgenössischen und historischen Werken widmet.

Am 20. September wird eine Delegation aus Leuven zur Eröffnung der Ausstellung „Die Unschuld verloren“ in den Museen der Stadt Lüdenscheid zum Gegenbesuch erwartet. Auch diese Ausstellung behandelt im Kontext des Beginns des Ersten Weltkriegs Leuvens Zerstörung anhand von fotodokumentarischem Material. (PSL)

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