Plettenberg/Märkischer Kreis. Der Kreistag hat die Neuordnung der Förderschullandschaft im südlichen Märkischen Kreis beschlossen (Bericht). Die Mosaikschule in Lüdenscheid wird neu geordnet, die Friedensschule Lüdenscheid und ihr Standort Vier-Täler-Schule in Plettenberg werden aufgelöst. Dazu schreibt Carsten Hellwig, FDP-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Plettenberg, einen Leserbrief:

Also ist es nun doch vorbei: Der lange und unermüdliche Kampf um die Plettenberger Förderschule hat nun ein endgültiges trauriges Ende gefunden. Auch wenn das auch schon vor der Entscheidung durch den Kreistag klar gewesen war. Und das obwohl die Elterninitiative sich unglaublich stark engagiert hat, um doch noch das Unmögliche möglich zu machen.

Es wird nie wieder eine Förderschule in Plettenberg geben. Wenn wir doch immer so schön, von wichtigen Standortvorteilen in unser Stadt reden, dann ist das nun wohl ein wichtiger Standortnachteil.

Das dann auch noch die jetzigen Schulkameraden und somit gebildeten Gemeinschaften voneinander getrennt werden, weil die einen zukünftig nach Meinerzhagen und die anderen nach Altena fahren müssen, zeigt mal wieder, wie sehr die Belange des einzelnen Schülers interessieren – nämlich gar nicht.

Mich persönlich macht das wütend. Aber wir alle würden es uns zu einfach machen, jetzt dem Märkischen Kreis die Verantwortung zuzuschieben.

Die Landes-FDP hat von Anfang an dargelegt, wie wichtig es ist, dass Schüler mit Förderbedarf auch eine gesonderte Förderung erhalten sollen. Und dafür waren die Schüler in der Plettenberger 4-Täler-Schule sehr gut aufgehoben. Man kann feststellen: Die Idee der Inklusion von der Vorgängerregierung im Land aus SPD und Grünen ist katastrophal gescheitert.

Kinder mit körperlichen Behinderungen lassen sich vielleicht in ein normales Schulkonzept inkludieren. Aber das war’s dann auch. Das gilt nun mal nicht für alle Schüler. Die neue Regierung aus FDP und CDU hat das erkannt und den Beschluss gekippt. Leider zu spät für unsere Förderschule. Es grenzt schon an totale Ignoranz, wenn die ehemalige Landesregierung versuchen wollte, alle Schüler „gleichzuschalten“. Ob diese Schüler an einer Förderschule besser aufgehoben waren, interessierte nicht. Im Vordergrund stand wohl eher die Einsparmöglichkeit.

Dann hat das in Plettenberg wohl geklappt. Dieser Förderstandort ist nun wirklich eingespart.

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