Plettenberg. Zum Thema „Einführung einer strukturierten Bürgerbeteiligung in Plettenberg“ schreibt Günther Carrels (Viktoriastr. 4, 58840 Plettenberg) in einem Leserbrief:

Wünschenswert wäre, dass es mehr Menschen gäbe, die stark genug sind und danach streben, die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören sowie den Schwund der Redlichkeit anzumahnen, im Allgemeinen, aber besonders bei der Politik, dem Wirtschaftsleben, Finanzwesen, den Medien und u.a. bei Personen, die sich gemäß abgelegten Eides verpflichtet haben, dem Volke zu dienen und Schaden von ihm abzuwenden.

Dazu gehört auch, Unangenehmes anzusprechen, das Liebgewonnene als Selbstverständlichkeit in Frage zu stellen und die Bürger darüber zu informieren sowie Beteiligung zu einer vertretbaren Lösungsfindung mit einzubinden. Das ist nunmehr in Plettenberg für 2017 in Form eines Forums („Plettenberger Bürgerstunde“) geplant, meines Erachtens ein guter Vorsatz.

Deshalb habe ich meinen Antrag vom 23. Juni 2015 zur Änderung des § 15 der Geschäftsordnung für Rat und Ausschüsse (hier: Fragerecht von Einwohnern) nach vorher im Rathaus von verschiedenen Seiten und auf mehreren Ebenen intensiv geführten Gesprächen am 19. Mai 2016 zunächst zurückgezogen.

Unter dem Slogan „Gemeinwohl steht über dem Eigensinn“ bei gesteigertem Egoismus bedarf es meines Erachtens insbesondere bei Diskussionen eines Umdenkens und einer anderen Streitkultur, die sehr wohl Differenzen aufzeigt, aber auch erkennbare Empathie nicht völlig ausschließen darf.

Vielleicht ist es nützlich, schon vorab einmal für sich selbst darüber Gedanken zu machen, ob folgendes für die „Plettenberger Bürgerstunde“ hilfreich sein könnte. Beherzigen wir doch einfach die nachstehenden Bs:

  • Bereit sein zum Gespräch auf Augenhöhe, ohne zu
  • belehren,
  • befehlen,
  • beleidigen,
  • bevormunden
  • und darauf bestehen, einen einheitlichen Konsens erreichen zu müssen.

Das Ziel muss sein, dass im Nachhinein bei gegenseitigem Respekt voreinander Klarheit herrscht, ohne sein Gesicht verloren zu haben bei Wahrung der Grundwerte für menschliches Miteinander und Grundregeln für eine Diskussion, insbesondere des gegenseitigen Zuhörens und eines fairen Austausches dem Zeitwandel geschuldeten nunmehr bedenkenswerten Argumenten ohne auferlegten Zeitdruck.

Im Januar 2017 ist eine Informationsveranstaltung der Bürgerschaft zur Bildung einer paritätisch besetzten Arbeitsgruppe aus Vertretern des Rates (stimmberechtigt), Mitgliedern der Stadtverwaltung (beratend) und politisch unabhängigen Bürgerinnen und Bürgern (stimmberechtigt) geplant. Gewünschtes Mitspracherecht in diesem Gremium als Bürger/-in nimmt der Bürgermeister entgegen.

Die TACH-Redaktion weist darauf hin: Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht zu kürzen vor.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here