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In Schalksmühle will man nun also Dem Wandel begegnen! So jedenfalls vor längerer Zeit die Pressemitteilung der Protagonisten Anja Wolf und Jan Schriever.



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Es wird ja auch Zeit und vielleicht begegnet man ..Dem Wandel.. tatsächlich irgendwo auf den verschlungenen Wegen der Demografie. Vielleicht verläuft man sich aber auch, und der Wandel ist schon längst an der Gemeinde vorbei gerauscht, hat aber unübersehbar Spuren hinterlassen? Manch einer mag sie erkennen, aber nicht wahrhaben, manch einer erkennt im Wald Demografische Entwicklungen nur einzelne Bäumchen und pflanzt dazu eine neue Schulform.

Eins muss man den Ratsherren lassen, Geld ausgegeben, um dem Wandel zu begegnen, haben sie reichlich:

Einen überteuerten Referenten einladen ( Juni 2012) und ihn dann mangels Interesse, aber mit Kosten, wieder auszuladen, das wirft schon ein Bild auf die Arbeit des Gemeinderats.

Denselben Referenten dann noch einmal bitten (Feb.2013) zusammen mit den Teilnehmern eine Dokumentation erstellen, die auf jede x-beliebige Stadt/ Gemeinde passt, das heißt schon was!!

Vom Feedback war ich wenig überrascht: angenehme Atmosphäre, nie langweilig, Spaß gemacht, nun muss der Rat sensibilisiert werden, der demografische Wandel ist realer geworden, sehr beeindruckt von der Wanderung..(nur einige schriftlich festgehaltene Äußerungen).

Das mit der Wanderung hat mich dann beeindruckt und echt Hoffnung geweckt, dass die Ratsmitglieder auf ihrer Wanderung..Dem Wandel endlich begegnen würden.

Danach verlor man im Rat leider den Mut vor eigenen Initiativen. Erneut wurden externe Berater eingeladen (Jan. 15) Diesmal sogar zwei. Sogar mit Erfahrungen in „strategischer Kommunikation“aus Berlin und aus Köln. Toll ! Man muss ja mit dem Wandel kommunizieren, wenn man ihn denn erkennt, falls man ihm überhaupt begegnen sollte. Leider beschleicht einen auch hier der Verdacht, gute Ansätze verlaufen sich auf der Suche nach einer Begegnung der 3.Art, auf der Suche nach dem Wandel!

Ich möchte hier sicher nicht den ausgemusterten „Ausschuss für Demografie“ wieder beleben, aber meinen Wunsch aus 2012 an die Ratsmitglieder wiederholen: Schalksmühle muss eine liebens- und lebenswerte Gemeinde bleiben. Die demografischen Entwicklungen hat man leider nicht im Griff, nur weil man seit 2014 eine (hoffentlich bestandsfähige) Primusschule am Ort hat.

Schule und Bildung ist nur ein Bereich, gleichwertig neben Arbeit und Wohnen. Der Bereich Freizeit spielt maßgeblich in beiden genannten Bereichen eine große Rolle. Und noch eins, Demografische Entwicklungen beeinflussen unser gesamtes Leben von der Geburt bis zum Tod.

Aber als mündige Bürger können wir, jeder für sich und in kleinem Rahmen, Einfluss nehmen.

Gerwart Pätsch
Sozial-Pädagoge und Demografie-Berater.

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