Das Foto zeigt den Zugang zum Geschäft während der Öffnungszeit. Der wacklige Holzsteg war zu der Zeit ganz weggerissen und man konnte das Geschäft überhaupt nicht mehr erreichen. Foto: Krause

Als kleine Einzelhändlerin in Schalksmühle fühle ich mich total im Stich gelassen. Meine Hilferufe werden seitens der Gemeinde und von meinem Vermieter mit leeren Versprechungen und Hinhaltetaktik beantwortet. Regelmäßig treffen sich Heerscharen von  „kompetenten“ Architekten, Ingenieuren und Bauleitern zur Besprechung auf der Baustelle am Rathausplatz.

Leider fühlt sich keiner zuständig, der bereit ist, mein Geschäft aufzusuchen, um mir dringend notwendige Informationen mitzuteilen.

Ist es den Herren auf dem wackligen Steg vor meinem Geschäft etwa zu gefährlich? Die meisten meiner Kunden haben diese Gefahr  erkannt und kommen nicht mehr zu mir. Weitere Kunden werden ferngehalten, wenn die Busse nicht mehr durch die Bahnhofstrasse fahren. Die paar restlichen Parkplätze, die dann noch für Kunden vorhanden sind, werden durch Baustellen- und Handwerkerfahrzeuge  belegt.

Ich habe bis heute das Gefühl, dass alle dafür Verantwortlichen noch nicht begriffen haben, dass es mir nicht um Baustellendreck und Lärm geht, sondern um meine Existenz.

Nur noch einmal zur Erläuterung: Ich handele mit frischer Ware. Es ist für mich sehr wichtig, frühzeitige Informationen zu erhalten, um meinen Einkauf zu steuern. Wenn mir die oben genannten Behinderungen rechtzeitig mitgeteilt würden, müsste ich abends nicht so viel Ware in den Müll schmeißen.

Ist mein Geschäft  zu klein und zu unwichtig, dass sich jemand meiner Probleme annimmt?

Mitarbeiter der Gemeinde sagen, dass sie auch durch die Baustelle betroffen sind.

Die haben aber wenigstens pünktlich ihr Gehalt auf dem Konto. Ich bezahle für dieses Ladenlokal in „Toplage“ sogar noch Miete.

Ich stelle nicht in Frage, dass die Baumaßnahmen notwendig sind, aber die Vorgehensweise und das Ausmaß der Verluste lassen mich nicht mehr zur Ruhe kommen.

Von: Konni Krause aus Schalksmühle

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