Die neuen Lenneterrassen in Plettenberg werden bald fertiggestellt sein. Foto: Büdenbender/Komplett-Magazin

Plettenberg. Mit der Strategie „LenneSchiene 2.0“ soll an das Regionaleprojekt LenneSchiene angeschlossen werden. Dafür würden 16.000 Euro an anteiligen Planungskosten für die Jahre 2016 bis 2019 von der Stadt zu tragen sein. Der Planungs- und Umweltausschuss wird darüber in seiner Sitzung am Mittwoch, 31. August, ab 17 Uhr im Ratssaal beraten und beschließen. Hier lesen Sie die Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung:

Das Regionale2013-Projekt LenneSchiene hat in der Zeit von 2009 bis 2016 eine Vielzahl an städtebaulichen Verbesserungen in den acht Partnerkommunen angeschoben. Flusszugewandte Lennepromenaden mit zum Teil deutlich messbarer wirtschaftlicher Belebung der angrenzenden Gastronomie, z.B. in Nachrodt, Altena und Lennestadt, sind umgesetzt worden. Auch in Plettenberg wird die positive Wirkung der Maßnahmen des Regionale2013-Prozesses spürbar werden. Das beabsichtigte Ziel des Projekts LenneSchiene, die Lebensqualität der Siedlungsbereiche an der Lenne zu steigern, hat vor Ort und landesweit Zustimmung und positive Wirkungen ausgelöst.

Erfolg nur durch gemeinsame touristische Vernetzung

Die interkommunale Partnerschaft und das gemeinsame Handeln führte zu Teilprojekten wie der Lennerenaturierung und zum touristischen Produkt Lenneroute. Weitere Teilprojekte sind die Fischbauchträgerbrücke, die Sonnenschirme in Werdohl-Remmelshagen, das Barbara-Ufer Lennestadt-Meggen, der Kur- und Freizeitpark Saalhausen oder der Kurpark Schmallenberg. Alle Teilprojekte sind letztlich nur als Teile eines Ganzen begründbar. Sie können ihren Erfolg nur durch gemeinsame touristische Vernetzung erreichen. Die Fortführung dieser touristischen Arbeit wurde bereits im Projekt LenneSchiene verbindlich auf 15 Jahre vereinbart.

In Plettenberg sind die Bausteine Lennepromenade auf der Breddeseite und Süduferpark auf der Böddinghauser Seite ähnlich wie in den anderen Städten in das Rahmenkonzept der LenneSchiene, das integrierte regionale Entwicklungskonzept, ebenso eingebunden wie in das örtliche Entwicklungskonzept, hier das EK Eiringhausen, das der Rat am 13.12.2001 (DS 187/2011) beschlossen hat. Dieses Konzept war als erster Schritt zu verstehen, der weiter mit den angrenzenden Stadtteilen, vor allem Eiringhausen, zu vernetzen ist.

Bürgerschaftliches Engagement zur Steigerung der Lebensqualität

In Folge der guten Zusammenarbeit hatte die Lenkungsgruppe der LenneSchiene nach gründlicher Vorberatung im Januar 2014 den Entschluss gefasst, eine Bewerbung als LEADER-Region 2014-2020 zu starten. Nach kurzer Zeit wurde die Bewerbung ab April 2014 konsequent verfolgt und führte 2015 zur Anerkennung als LEADER-Region LenneSchiene durch das NRW-Umweltministerium. Seit 2016 ist die Region mit ihrem Regionalmanagement aktiv tätig für Bürgerprojekte im ländlichen Raum. Neben innovativen Wanderwegen mit gezielten Erlebnisplätzen und musealen Orten stehen ein Kulturprojekt der Musikschule Lennetal und ein Gesundheitsvorsorgeprojekt für kleinere Dörfer im August auf der Tagesordnung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) zur Entscheidung an. Die LEADER-Förderung der EU zielt bewusst auf das bürgerschaftliche Engagement zur Steigerung der Lebensqualität bei Wahrung wirtschaftlicher Eigenständigkeit.

Die weitere Tagesordnung des Planungs- und Umweltausschusses finden Sie hier.

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