Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. „Das wird super!“, ist Wolfgang Schrader überzeugt. Die SPD-Ratsfraktion machte sich am Montag ein Bild vom Stand der Regionale-Baustellen an den Lenneufern in Böddinghausen und an der Bredde.

Wolfgang Schrader (2. von rechts) ist überzeugt, dass die Regionaleprojekte Bereicherungen für Plettenberg darstellen. Foto: Bernhard Schlütter
Wolfgang Schrader (rechts) ist überzeugt, dass die Regionaleprojekte Bereicherungen für Plettenberg darstellen. Foto: Bernhard Schlütter

„Die Baumaßnahmen waren in der Bevölkerung umstritten. Trotz der hohen Zuschüsse, die durch die Regionale 2013 fließen, waren viele der Meinung, dass die Maßnahmen nicht nötig seien und der verbleibende Eigenanteil der Stadt gespart werden könne“, erinnerte Fraktionsvorsitzender Schrader. Jetzt werde aber offensichtlich, dass der verbreiterte Rad- und Fußweg, die Ufergestaltung und die neue Promenade Bereicherungen für die Plettenberger darstellen.

„Viele kleine Bausteine bringen zusammen einen großen Effekt“

Stadtplaner Hartmut Engelkemeier wies zudem darauf hin, dass sich im Regionaleprojekt Lenneschiene acht Kommunen zusammengetan hätten. „So haben wir viele kleine Bausteine, die in der Summe einen großen Effekt bringen.“ Auch wenn es noch einige Jahre dauern dürfte, bis die Lücken der Lenneroute geschlossen sind, werde dieser Radwanderweg entlang der Lenne von Schmallenberg bis zur Mündung in die Ruhr letztendlich eine Attraktion für Einheimische und Touristen sein.

Konrad Dahlmann erläutert anhand des Plans, wie die Lennepromenade demnächst aussehen wird. Foto: Bernhard Schlütter
Konrad Dahlmann erläutert anhand des Plans, wie die Lennepromenade demnächst aussehen wird. Foto: Bernhard Schlütter

Ein „Schmuckstück“ wird der Kilian-Kirchhoff-Damm, das erkannten die SPD-Politiker/innen schon im noch unfertigen Zustand. Die schmucke Pflasterung ist immerhin zu sehen und die Uferplattform, deren Treppenanlage noch abgedeckt ist. Drei Balkone werden in diesem Bereich zum Verweilen mit Blick auf die Lenne einladen. So genannte Rentnerbänke werden aufgestellt. Sie sind höher gebaut, wodurch das Aufstehen erleichtert wird.

Platz für Veranstaltungen

Die Treppenanlage zur Lenneterrasse ist noch abgedeckt. Foto: Bernhard Schlütter
Die Treppenanlage zur Lenneterrasse ist noch abgedeckt. Foto: Bernhard Schlütter

Der Platz zwischen Kilian-Kirchhoff-Damm und Heinrichstraße wird als Parkplatz und Veranstaltungsfläche hergerichtet. Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse werden gelegt. Ein gastronomisches Angebot wäre hier wünschenswert, meinten die Politiker, zum Beispiel in Form eines Kiosks. „Konkrete Pläne oder Anfragen dafür gibt es nicht“, berichtete Hartmut Engelkemeier. Er könnte sich für den Anfang eine temporäre Lösung für Veranstaltungen vorstellen.

Barrierefreies Südufer

Auch das gegenüberliegende Südufer wird aufgewertet. Durch die neue Rampe ist es barrierefrei erreichbar. Das Ufergehölz wurde gelichtet, um den Zugang zur Lenne zu verbessern. Entlang des Fuß- und Radweges Richtung Böddinghausen werden ovale Pflasterungen in Wiesenfläche gelegt, wodurch Picknickplatzcharakter entsteht.

Blick vom barrierefrei zugänglichen Südufer auf den Kilian-Kirchhoff-Damm Foto: Bernhard Schlütter
Blick vom barrierefrei zugänglichen Südufer auf den Kilian-Kirchhoff-Damm Foto: Bernhard Schlütter

Probleme, das gab Bauleiter Konrad Dahlmann von der Stadtverwaltung zu, bereiten der rasch wuchernde Riesenknöterich am Ufer und Hundekot in den Grasflächen. „Der Baubetriebshof ist bemüht, den Uferbewuchs regelmäßig zu stutzen“, berichtete er. Was den Hundekot angeht, kann er nur mit den Schultern zucken. „Das ist ein Problem im gesamten Stadtgebiet. Man kann nur an die Einsicht der Hundehalter appellieren.“

Alte Lennebrücke muss abgedichtet werden

Die ebenfalls angedachte Neugestaltung der alten Lennebrücke wird kurzfristig nicht machbar sein. „Es hat sich herausgestellt, dass wir nicht einfach eine neue Oberfläche aufbringen können. Die gesamte Konstruktion müsste abgedichtet werden“, erklärte Hartmut Engelkemeier. Geschätzte Kosten: 100.000 bis 200.000 Euro. Da es sich um eine Unterhaltungsmaßnahme handeln würde, kann die Stadt nicht mit Zuschüssen rechnen. Offenbar beflügelt vom positiven Eindruck des Regionaleprojekts kommentierte Wolfgang Schrader forsch: „Das kriegen wir auch noch hin.“

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