Etliche Bürger/-innen informierten sich über die strukturierte Bürgerbeteiligung, wie sie für Plettenberg angedacht ist. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Eine Arbeitsgruppe aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung bereitet in den nächsten Monaten den Weg zur strukturierten Bürgerbeteiligung in Plettenberg. Am Dienstagabend (14. Februar) wurden die bürgerschaftlichen Vertreter/-innen benannt. Von über 20 interessierten Bürger/-innen wurden fünf (plus fünf persönliche Vertreter/-innen) per Los bestimmt.

Hanns-Jörg Sippel von der Stiftung Mitarbeit berichtete über Beispiele aus anderen Städten. Foto: Bernhard Schlütter
Hanns-Jörg Sippel von der Stiftung Mitarbeit berichtete über Beispiele aus anderen Städten. Foto: Bernhard Schlütter

Informationen über den Weg zu einer bürgerorientierten Kommune gab am Dienstag im Ratssaal vor einer erfreulichen Zahl interessierter Plettenberger/-innen Hanns-Jörg Sippel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Mitwirkung in Bonn. Die Aufstellung eines Regelwerks und die Einführung von Standards dienten dabei der Qualitätssicherung, erklärte er. Als Merkmale „guter Bürgerbeteiligung“ nannte er Dialog auf Augenhöhe, Transparenz und die Mitwirkung aller ermöglichen. „Beteiligung soll möglich sein, wann immer die Bürger dies wünschen“, lautet sein Fazit, aber es gelte auch: „Der Rat behält das letzte Wort.“

Öffentliche Meilensteinsitzungen

Die Bürgervertreter/-innen für die Arbeitsgruppe wurden per Los ermittelt. Foto: Bernhard Schlütter
Die Bürgervertreter/-innen für die Arbeitsgruppe wurden per Los ermittelt. Foto: Bernhard Schlütter

Das Interesse seitens der Bürgerinnen und Bürger war erfreulich hoch. So hatten sich im Vorfeld 21 Personen für die Mitarbeit als stimmberechtigte Mitglieder der neuen Arbeitsgruppe beworben. Davon wurden am Dienstag fünf bürgerschaftliche Vertreter ausgelost. Zusätzlich wurde jedem Mitglied ein Stellvertreter zugelost. Die bürgerschaftlichen Mitglieder bestätigten auf Nachfrage von Rüdiger Rahs, dass sie keiner politischen Partei, Wählergemeinschaft oder Gruppierung angehören.

Die neu zusammengesetzte Arbeitsgruppe wird nun in den kommenden Monaten den Leitfaden zusammenstellen. Ein erstes Treffen ist für den 1. März 2017 geplant und soll voraussichtlich im Zwei-Wochen-Turnus wiederholt werden. Bürgermeister Schulte merkte aufgrund der hohen Mitarbeitsbereitschaft an, dass zwar die Sitzungen nicht-öffentlich stattfinden, die Protokolle jedoch jedermann zugänglich gemacht würden. Zusätzlich würden alle Bewerber zu „Meilensteinsitzungen“ eingeladen, in denen die (Zwischen-) Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorgestellt werden.

Interessiert verfolgten etliche Ratsmitglieder die Infoveranstaltung zur Bürgerbeteiligung. Foto: Bernhard Schlütter
Interessiert verfolgten etliche Ratsmitglieder die Infoveranstaltung zur Bürgerbeteiligung. Foto: Bernhard Schlütter

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • 5 Bürgerinnen und Bürgern als stimmberechtigte Mitglieder plus Stellvertreter (in Klammern):
    Walter Gutschlag (Sandra Kaminski)
    Johanna Winkelgrund (Michael Hessmer)
    Michael Schöttler (Frank Kornblum)
    Walter Scholle (Johannes Adler)
    Hartmut Gunkler (Andreas Reichelt)
  • 5 Vertretern/Vertreterinnen der Stadtratsfraktionen und Einzelbewerber/-bewerberinnen als stimmberechtigte Mitglieder (Stellvertreter werden in der kommenden Ratssitzung am 21. Februar 2017 bekannt gegeben):
    Renate Chowanetz, SPD
    Patrick Hansmann, CDU
    Carsten Hellwig, FDP
    Klaus Salscheider, PWG
    Diethardt Küppers
  • Aus der Stadtverwaltung wirken Bürgermeister Ulrich Schulte (stimmberechtigt) sowie Matthias Steinhoff und Edmund Balduin (beratend) mit. Bei Bedarf werden weitere Verwaltungsmitarbeiter/-innen benannt.
  • Als externer Moderator fungiert Rüdiger Rahs, der mit seinem Planungsbüro auch andere Kommunen und Institutionen bei der Entwicklung von Beteiligungsmodellen unterstützt.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here