LEDs
Die Lichtausbeute von LEDs kann sehr unterschiedlich sein. Viele aktuelle Produkte haben jedoch Lichtausbeuten, die höher sind, als die von vergleichbaren konventionellen Lichtquellen. Foto: Fotolia.com / © demarco

Nahezu täglich wird man mit vielfältigen Aussagen zu Stärken und Schwächen von LEDs konfrontiert. Das Deutsche Institut für angewandte Lichttechnik (DIAL) in Lüdenscheid hat einige verbreitete Behauptungen ausgewählt, die hier vorgestellt werden.

»LEDs mit derselben Farbtemperatur sehen immer gleich aus«

Diese Aussage trifft leider – mit Ausnahme von Glühlampen – auf keine technische Lichtquelle zu. Die Farbtemperatur, gemeint ist eigentlich die »ähnlichste Farbtemperatur«, ist keine präzise Angabe einer Lichtfarbe. Insbesondere die Leuchtstoff konvertierten weißen LEDs unterliegen großen Fertigungsschwankungen und es bedarf großer Anstrengungen beim nachgelagerten Selektionsverfahren (das sog. »Binning«), halbwegs gleiche Lichtfarben auszufiltern.

Je nach Qualität der Sortierung sehen dann die Lichtfarben von LEDs gleich aus oder eben nicht. Die alterungsbedingten Einflüsse kommen dann noch dazu und sorgen in vielen Fällen für sichtbare Farbunterschiede.

»LEDs sind immer effizient«

Die Lichtausbeute von LEDs kann sehr unterschiedlich sein. Viele aktuelle Produkte haben jedoch Lichtausbeuten, die höher sind, als die von vergleichbaren konventionellen Lichtquellen. Als Vergleichsgröße kann die Lichtausbeute (lm/W) dienen, allerdings muss dabei auch immer das Spektrum betrachtet werden.

»LEDs sind ökologisch sinnvoll«

LEDs können aufgrund ihrer Effizienz einen Beitrag zur Einsparung elektrischer Energie leisten. Auch wenn sie frei von Quecksilber sind, enthalten sie jedoch zahlreiche elektronische Komponenten, die ebenfalls aus bedenklichen Stoffen bestehen können. Dadurch, dass LEDs bisweilen in Lebensbereichen eingesetzt werden, wo zuvor kein Licht war, tragen sie andererseits auch zur Erhöhung des Bedarfs an elektrischer Energie bei.

»LEDs haben eine extrem lange Lebensdauer«


Die Lebensdauer von LEDs hängt maßgeblich von der Temperatur am p-n-Übergang im Innern der LED ab. Bleibt diese aufgrund geringer Leistungsdichte oder eines angemessenen Thermomanagements niedrig, dann kann die Lebensdauer extrem lang sein, z. B. 100 000 h. Betreibt man die LED jedoch bei sehr hoher Junction-Temperatur, dann kann die Lebensdauer auch extrem kurz sein, z. B. wenige Sekunden. Neben dem LED-Chip können jedoch noch zahlreiche Bauteile, die zur Steuerung und zum Betrieb nötig sind, defekt gehen und zum Ausfall der LED führen, obwohl diese noch funktionsfähig wäre.

»LEDs produzieren keine UV- bzw. IR-Strahlung«

Die von LEDs erzeugte Strahlung ist immer sehr schmalbandig. Die für die Allgemeinbeleuchtung eingesetzten blauen LEDs vom Typ InGaN haben z. B. ihre Peakwellenlänge bei ca. 450 – 460 nm. Da die spektrale Verteilung auf beiden Seiten stark abfällt, ist quasi keine ultraviolette und erst recht keine infrarote Strahlung vorhanden. Jedoch sind am Markt ebenfalls UV- und IR-LEDs erhältlich.

Doch was stimmt wirklich? Wie kann ich das herausfinden? Das DIAL-Seminar
»LEDs und andere aktuelle Lichtquellen« bietet die ideale Möglichkeit ein LED-Fachmann zu werden.

 

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