Lecker Essen gehört nicht in die Tonne. Der Märkische Kreis und die Verbraucherzentrale informieren, wie Verbraucher Lebensmittelmüll vermeiden können. Foto: Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) . Mit ihrer gemeinsamen Aktion gegen „Lebensmittelverschwendung“ werben Kreis und Verbraucherzentrale NRW um den schonenden und bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln.

Zu keiner anderen Zeit des Jahres landen so viele Lebensmittel im Müll wie zu Weihnachten. Der Märkische Kreis und die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW nehmen dies zum Anlass, um auf ihre gemeinsame Aktion gegen „Lebensmittelverschwendung“ hinzuweisen. Sie geben Tipps, wie gutes Essen auf dem Teller bleibt und Bares nicht in der Tonne landet. „Im Durchschnitt wirft jeder Bundesbürger im Jahr rund 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Das entspricht in etwa zwei vollgepackten Einkaufswagen und einem Geldwert von rund 235 Euro.

82 Kilo Lebensmittel landen in der Tonne

Aber die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören dorthin. Wir werfen nicht in erster Linie tatsächlich Verdorbenes weg, sondern Produkte, die uns nicht mehr gut und appetitlich genug erscheinen oder weil wir sie einfach nicht mehr mögen. Das belastet nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern hat auch weitreichende Folgen für die Umwelt und das Klima“, erklärt Horst Peter Hohage, Fachdienstleiter Umweltschutz und Planung Märkischer Kreis.

Der Bauch ist voll

Warum gerade zu Weihnachten so viel weggeworfen wird, hat aus Sicht von Viola Link, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale in Lüdenscheid, mehrere Gründe. Bei den Lebensmitteln werde zu den Festtagen meist nicht gespart. Oft wird viel zu viel eingekauft, weil die Geschäfte einige Tage geschlossen sind. Der Besuch bei den Verwandten endet mit vollem Bauch. Wieder zu Hause, geht nichts mehr. Also weg mit dem Essen.

Kampagne für Umweltbewusstsein

Ziel der gemeinsamen Informationskampagne ist es, so Horst Peter Hohage, aufzuzeigen, wie Ernährung und Klimaschutz zusammenhängen. Die Verbraucher sollen erfahren, was jeder Einzelne durch sein Kauf- und Essverhalten dazu beitragen kann, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

Dem Märkischen Kreis ist es ein besonderes Anliegen, dass gerade Schulen als Multiplikator dienen. Junge Menschen sollen frühzeitig sensibilisiert werden und sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund wurde eigens für alle Schulen ab der 9./10. Klasse der Bildungsworkshop „Werkstatt L – Lebensmittelstorys gesucht!“ konzipiert: Die Problematik „Lebensmittelverschwendung“ lebensnah und praktisch.

Lebensmittelstorys

Das Bildungsangebot, das von den Umweltberatern der Verbraucherzentrale durchgeführt wird, ist für die Schulen im Märkischen Kreis kostenlos. Ergänzt wird dieser Workshop durch die neue Ausstellung „Lebensmittelretter werden – jetzt!“. Ein Teil der Ausstellung befasst sich mit klimarelevanten Aspekten der Ernährung. Ein weiterer Aspekt ist die Wahl der Lebensmittelprodukte.

Konsum mit Köpfchen

Die Ausstellung eignet sich besonders für den fächerübergreifenden Unterricht. Sie regt zu bewusstem Einkaufen und Essen an und kann so zu einer Änderung des Konsumverhaltens führen.

Hausaufgaben vor dem Einkauf: „Schauen Sie, was sich noch in Ihrem Kühl- und Vorratsschrank befindet. Erstellen Sie einen Menüplan und überlegen Sie dabei genau, welche Lebensmittel Sie hierfür brauchen. Schreiben Sie diese auf eine Einkaufsliste, die Sie dann im Supermarkt gezielt abhaken. So vermeiden Sieüberflüssige Spontaneinkäufe“, so Umweltberaterin Link.

Reste verbraten mit Pfiff

Doch nicht nur durch einen cleveren Einkauf lässt sich die Lebensmittelverschwendung verringern. Auch beim Kochen ist es wichtig, mit Plan vorzugehen. Wie viel esse ich wirklich? Wie groß sind die richtigen Portionsgrößen. Sollten doch einmal Lebensmittelreste entstehen, müssen diese nicht zwangsläufig im Müll landen. Oft lassen sich diese zu neuen leckeren Gerichten verarbeiten. Wie das geht, zeigt ein Reste-Rezeptheft mit Vorschlägen zu ihrer geschickten Verwertung. Das Heft gibt es kostenlos online unter http://verbraucherzentrale.nrw/restelos. Einen Portionsplaner mit wertvollen Mengenangaben für Menüs und Buffets stellt die Verbraucherzentrale kostenlos in ihren Beratungsstellen in Iserlohn und Lüdenscheid zur Verfügung.

Informationen zum Angebot gegen die Lebensmittelverschwendung gibt es im Fachdienst 44 – Umweltschutz und Planung – beim Märkischen Kreis, Guido Bartsch unter Telefon 02351/966-6371.

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here