Wigginghausen
Blaue Ballons stiegen in den Himmel auf. Sie sind mit der Hoffnung auf eine hohe Spendenbereitschaft verbunden. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Auftakt zu einer Welle der Hilfsbereitschaft: Beim traditionellen Picknick der Lebenshilfe Lüdenscheid auf dem Gutshof Wigginghausen wurde am Donnerstag (5. Mai) die Spendenkampagne „Aktion Wigginghausen 2016 – Stein auf Stein“ gestartet. Das Ziel: Bis Mai 2017 sollen 500.000 Euro gesammelt werden. Das Geld wird in die Modernisierung des ehemaligegen Gutshofes gesteckt, auf dem Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen leben.

Picknick ein Zeichen der Verbundenheit

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Drehorgelspieler Wilfried Ludin ist der Lebenshilfe seit langem verbunden. Er ließ gern auch mal eine Bewohnerin am Instrument kurbeln. Foto: Wolfgang Teipel

„Das Picknick ist ein Zeichen für die Verbundenheit der Lüdenscheider mit Wigginghausen“, sagte Dr. Wolfgang Schröder, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lüdenscheider Lebenshilfe. Er erinnerte an die erste Aktion Wigginghausen vor 35 Jahren.

Damals hatte sich Bürgermeister Jürgen Dietrich für den Kauf des heruntergekommenen Gutshofes stark gemacht. Mit Erfolg. Es wurden eine Million Mark gespendet. Dr. Wolfgang Schröder knüpfte gestern an diese Aktion an. „Wigginghausen ist eben nicht nur ein Standort wie jeder andere, sondern vielmehr ein Ort mit einer unverwechselbaren Geschichte. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich vor über 30 Jahren für den Erwerb des Gutshofs eingesetzt, tolle Ideen eingebracht und fleißig gespendet. Wir hoffen, dass dies auch wieder der Fall sein wird.“

Spenden kann so leicht sein

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Dr. Wolfgang Schröder, Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe Lüdenscheid, erinnerte an die große Spendenbereitschaft vor 35 Jahren. Foto: Wolfgang Teipel

Heute kann spenden so leicht sein. Die Technik macht’s möglich. Jeder, der eine SMS mit dem Text Wigginghausen an die Nummer 81190 schickt, stellt automatisch fünf Euro für die Modernisierung der Einrichtung zur Verfügung. Bürgermeister Dieter Dzewas hat’s gleich ausprobiert. „Es ist ganz leicht und funktioniert“, sagte der Rathaus-Chef am Donnerstag. Außerdem seien fünf Euro ein überschaubarer Betrag.

Was soll in Wigginghausen passieren? Der etwas in die Jahre gekommene Gutshof erfüllt nicht mehr die zwingend vorausgesetzten baulichen Anforderungen und Standards des heutigen Wohn- und Teilhabegesetzes, u.a. sind die Flure zu eng, die Sanitärräume für Rollstuhl-Fahrer zu klein und die Gemeinschaftsräume so verstreut, dass besonders ältere Bewohner nur erschwert am Gemeinschaftsleben teilhaben können. Mehr über die Konzeption der Einrichung hier: Konzept Wigginghausen

Viele Unterstützer gesucht und gefunden

Da die Lebenshilfe Lüdenscheid trotz aller behördlicher Widerstände Wigginghausen nicht aufgeben wollte, wurden viele Unterstützer gesucht und gefunden, u.a. Aktion Mensch, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, die Stiftung Wohlfahrtspflege und die Stadt Lüdenscheid. „Insbesondere das Bauamt“, betont die Lebenshilfe.

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Die Gäte strömten in Scharen zum Himmelfahrts-Picknick. Foto: Wolfgang Teipel

Schirmherr der neuen Kampagne ist Thomas Gemke, Landrat des Märkischen Kreises. „Wir finden hier in idyllischer Umgebung gelebte Inklusion vor, die ihresgleichen sucht“, sagte er. Was die Lebenshilfe hier unternehme, sei schon etwas ganz Besonderes. SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone appellierte: „Wir müssen auf das schauen, was die Menschen können und nicht darauf achten, was die nicht können.“

CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider fasste seinen Wunsch in einen Bonmot zusammen: Nicht Wigginghausen ist in die Jahre gekommen. Vielmehr sollen noch gute Jahre für Wigginghausen kommen“, sagte er.

Für alle, die ihren Beitrag zur Modernisierung der Einrichtung nicht per SMS leisten wollen, hier das Spendenkonto:

Lebenshilfe Lüdenscheid e.V.
Sparkasse Lüdenscheid
Verwendungsnachweis: Aktion Wigginghausen 2016
IBAN:        DE42 4585 0005 0000 0263 02
BIC:          WELADED1LSD

www.aktion-wigginghausen-2016.de

Die künftige Westansicht des modernisierten Gebäudes. Grafik: Architekturbüro Cathrin Brückmann
Die künftige Westansicht des modernisierten Gebäudes. Grafik: Architekturbüro Cathrin Brückmann

 

 

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