. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Verwaltung, Kindertagesstätten, Schulen, Flüchtlingsorganisationen, Kirchenkreisen und der Wirtschaft informierten sich über die verschiedenen Facetten der Integrationsarbeit.

Märkischer Kreis. (pmk) „Mir ist es wichtig, dass alle Menschen, die zu uns kommen und hier bleiben dürfen, sich zu den gemeinsamen Werten, so wie es unser Grundgesetz vorsieht, bekennen“, erklärte Landrat Thomas Gemke in seiner Begrüßung zur Integrationskonferenz „Leben in Vielfalt“ im Berufskolleg für Technik des Märkischen Kreises am Raithelplatz in Lüdenscheid.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen waren die Initiatoren des Kommunalen Integrationszentrums des Märkischen Kreises überwältigt von der Resonanz der Veranstaltung. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Verwaltung, Kindertagesstätten, Schulen, Flüchtlingsorganisationen, Kirchenkreisen und der Wirtschaft informierten sich über die verschiedenen Facetten der Integrationsarbeit.

Verschiedene Workshops

In verschiedenen Workshops wurden die Themen interkulturelle Vielfalt, Bildungszugang und Bildungspartnerschaften in Kitas, Schulen und in der Berufsausbildung angesprochen. Karin Schmid-Essing (Menschen helfen e.V. Kierspe), Lothar Jeßegus (Flüchtlingshilfe Werdohl) und Sandra Horny (Forum Neuenrade e.V.) berichteten über Freud und Leid in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. „Sicherheit und Struktur geben“ empfahl Psychologe Thomas Weber vom Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement Köln den Teilnehmern seines Workshops im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern und –jugendlichen.

Die Sensibilisierung von pädagogischen Fachkräften für andere Kulturen, Religionen und Werte war Thema des Workshops „Der andere Blick“, den der Theaterpädagoge und Trainer für diversitätsbewusste Entwicklung Bassam Ghazi anbot. Er zeigte Wege einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Kita/Schule und Eltern mit verschieden kulturellen Migrationshintergründen auf.

Das Impulsreferat hielt Professor Aladin El-Mafaalani, Migrationsforscher an der Fachhochschule Münster.
Das Impulsreferat hielt Professor Aladin El-Mafaalani, Migrationsforscher an der Fachhochschule Münster.

Das Impulsreferat hielt Professor Aladin El-Mafaalani, Migrationsforscher an der Fachhochschule Münster. Er konstatierte, dass Deutschland bei der Integration von Migranten im internationalen Vergleich eigentlich ganz gut dastehe. Nur sei die Wahrnehmung in Deutschland eine ganz andere. In seiner Interpretation der Zahlen und Fakten wies der Migrationsforscher nach, dass alle Parameter der Integration wie zum Arbeitsmöglichkeiten oder Bildungschancen in den letzten 15 Jahren deutliche Steigerungsraten aufweisen.

Auf dem Ausbildungsmarkt hakt es noch

Allerdings hake es auf noch dem Ausbildungsmarkt. El-Mafaalani forderte eine aktive Integrationspolitik, die keine Konflikte scheue. „Konflikte bringen die Integration im Land voran. Integration bedeutet, dass mehr Menschen in der Demokratie teilhaben können“, erklärte er.

 

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