Gut besucht war das 2. Regionalforum zum Leader-Programm in der Heesfelder Scheune. Foto: Rüdiger Kahlke

Halver. „Werte schöpfen – Zukunft gemeinsam gestalten“. Mit dem Motto gehen die Städte „Oben an der Volme“ in den Endspurt der Bewerbung zur Leader-Region. In der Heesfelder Mühle stellte Susanne Neumann von der Agentur Neuland am Mittwochabend Vertretern der beteiligten Kommunen Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen die Schwerpunkte und Handlungsfelder der Bewerbung vor.

40 Regionen im Wettbewerb

Susanne Neumann erläuterte den Stand der Bewerbung. Foto: Rüdiger Kahlke

40 Regionen bewerben sich landesweit um die Fördermittel, „22 bis 24 werden ausgewählt“, vermutet Susanne Neumann. Bis Mitte Februar müssen die Bewerbungen im Umwelt-Ministerium in Düsseldorf vorliegen. „Das Konzept muss richtig gut sein, damit es zum Zuge kommt“, so die Agentur-Chefin.

In fünf Arbeitsgruppen waren im Vorfeld mögliche Projektfelder abgesteckt worden. Dabei geht es um die Bereiche Tourismus/Naherholung, Dorfentwicklung, Wirtschaft, Kinder/Jugend und Klima/Ressourcen/Energie.

Projekt-Vorstellung

Vier der möglichen Projekte wurden beim gut besuchten Regionalforum in der Heesfelder Scheue vorgestellt. Hendrik Gräff präsentierte die Idee eines DorfKümmerRings, den es ansatzweise schon in der Kirchengemeinde Heedfeld gibt. Mit niederschwelligen Angeboten soll Menschen in besonderen Lebenslagen Hilfe zuteil werden können. Das sei aber „kein Ersatz für professionelle Dienstleister“, betont Gräff.

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Vorschläge und Ziele wurden vorgestellt. Foto: Rüdiger Kahlke

Kai Helllmann, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Halver, stellte Ideen zum Bereich Naherholung/Tourismus vor. Angedacht ist ein Netz zertifizierter Wanderwege zu bestimmten Themen und dem Stichwort „Volmeschätze“. Damit soll die Region auch für Tagestouristen attraktiver werden.

Neue Branchen anlocken

Georg Werth vom Stadtmarketing Schalksmühle warb für die Idee eines Entwicklungs-und Gründernetzwerkes, um die wirtschaftliche Basis im Volmetal zu verbreitern und z. B. auch Unternehmen aus dem Bereich der Kreativwirtschaft für die Region zu gewinnen.-

Für einen Online-Elternkurs, der die Erziehungskompetenz verbessern soll, warb Petra Bauer von der AWo-Beratungsstelle in Meinerzhagen. Zielgruppen seien vornehmlich bildungsferne Schichten und Migranten. Damit solle auch der Austausch unter den Eltern und die Anbindung an Familienzentren gefördert werden.

Entscheidung zur Jahresmitte

Für die Regio Oben an der Volme sind etwa 50 Projekte auf der Vorschlagssliste. Sie reichen von kleinen, lokal veankerten Vorhaben bis zu Projekten für die Gesamtregion, so Susanne Neumann.

Was zum Zuge kommt und ob die Region überhaupt den Zuschlag erhält, wird sich wohl erst Mitte des Jahres entscheiden. Es geht, vereilt über fünf Jahre, um 2,3 Millionen Euro. Die sollen von einem Projektbüro verwaltet und gemanagt werden. Dafür und für das Honoar der Beratungsagentur wird schon ein Teil des Geldes abgezweigt werden müssen. Sie werden auf jeden Fall die Gewinner sein.

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