Leader
Susanne Neumann vom Fachbüro "neuland" moderierte am Mittwoch die Arbeitsgruppe Wirtschaft.

Kierspe/Volmetal. Mit wenig Geld viel bewegen – das ist die Grundidee  des Programms „Leader“. Auch wenn die Mittel gegenüber den 65 Millionen Euro, die im Zuge der „Regionale 2013“-Projekte ins Volmetal fließen, eher gering sind: Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle wollen sich diese Förderung nicht entgehen lassen. Am Dienstag, 4. November, legten rund 40 Interessenten zusammen mit Susanne Neumann vom Planungsbüro „neuland“ den Grundstein für eine erfolgreiche Bewerbung. „neuland“ begleitet die Bewerbung.

Konferenz in der Historischen Brennerei in Rönsahl

Der Platz war gut gewählt. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Vereinen trafen sich in der Historischen Brennerei in Rönsahl. Die Brennerei, jetzt Brauerei und Begegnungsstätte, könnte einem „Leader“-Projekt entsprungen sein. Sie wurde aus privaten Mitteln erworben und ausgestattet. Sie wird ehrenamtlich betrieben und liegt im ländlichen Raum. Das passt so ganz zum EU-Programm „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ (im französischen Originaltext „Liason entre actions de développement de l´économie rurale“.

„Leader“ dient dem ländlichen Raum

Das Programm „Leader“ soll den ländlichen Raum nach vorn bringen. „Ein großer Teil der Regionale-Mittel wird ja auf die Modernisierung der Innenstädte verwendet“, sagte Susanne Neumann bei der ersten „Leader“-Regionalkonferenz. „Leader“ solle dazu dienen, neue Ideen zur Entwicklung des ländlichen Raums zu fördern. Politik, Verwaltung und die Macher von „neuland“ setzen dabei auf die Kreativität aus der Bevölkerung. Jeder könne Projektvorschläge machen, betonte Susanne Neumann.

Leader
In den fünf Arbeitsgruppen wurde engagiert diskutiert.

Wichtig dabei: Die Projekte sollen die Lebensqualität in die Dörfern verbessern, beispielsweise durch die Sicherung der Grund- und Nahversorgung, durch neue Wohnformen für Jung und Alt und durch Unterstützung von Vereinen.

Pfiffige Ideen für Jugendprojekte

Gesucht werden für Leader außerdem Ideen für Jugendprojekte mit Pfiff, Unterstützungsangebote für Familien sowie Mitmach- und Gestaltungsangebote. Gefragt sind weiter Projekte auf den Feldern Naherholung und Tourismus sowie Klimaschutz und Energie.

„Wir müssen ein überzeugendes Regionales Gebietsentwicklungskonzept (GIEK) vorlegen“, sagte Susanne Neumann am Mittwoch. Die Konkurrenz in NRW sei groß. Sie geht davon aus, dass etwa 22 bis 24 Bewerbungen zum Zuge kommen und rechnet damit, dass in Kürze etwa 40 Anträge vorliegen werden. Der Regierungsbezirk Arnsberg, zu dem Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle gehören, sei nahezu flächendeckend mit Bewerbungen vertreten.

Förderung über fünf Jahre

Sollten die Volmekommunen Erfolg haben, könnten sie Fördermittel in Höhe von 2,3 bis 3,1 Millionen Euro erhalten. Das Geld würde über einen Zeitraum von fünf Jahren auf die vier Städte verteilt.

Der Halveraner Rathauschef Dr. Bernd Eicker glaubt, dass den Volmekommunen eine erfolgreiche Bewerbung gelingt. Erste Ideen wurden bereits am Mittwoch in Arbeitsgruppen zusammengetragen. Sie reichen von E-Bike-Stationen über ehrenamtliche Klimaschutzbeauftragte bis zu Bildungsangeboten für Jugendliche, die eigene Projekte in die Tat umsetzen wollen.

Zweite Regionalkonferenz im Januar

In den nächsten Wochen Tagen Fachgruppen, die diesen Vorschlägen intensiver nachgehen werden. Am 21. Januar soll bei der zweiten „Leader“-Regionalkonferenz der endgültige Antrag an die EU erarbeitet werden. Der straffe Zeitplan müsse eingehalten werden, weil schon im zweiten Quartal 2015, die „Leader“-Regionen für NRW benannt werden sollen, betonte Susanne Neumann.

 

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