Symbolbild. Foto: pixabay

Neuenrade/Balve/Sundern/Arnsberg. (Update) Ist die Region am Sorpesee eine lebenswerte? Was nehmen die hier arbeitenden Menschen als positiv wahr? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf? Diesen Fragen geht im November/Dezember 2017 eine wissenschaftliche Studie nach.  Rund 1000 Erwerbstätige in den vier Kommunen der EU-Förderregion am Sorpesee werden befragt. Seit Freitag (10.11.2017) klingeln die Telefone. Ausführliche Interviews stehen an. „17 bis 20 Minuten dürfte ein Telefonat dauern“, berichtet Dr. Barbara Vielhaber beim Pressegespräch (6.11.2017) in Balve.

Anrufe am Nachmittag und frühen Abend –
Anonymität ist gewährleistet

Die Politikwissenschaftlerin aus Sundern hat für das EU-geförderte Projekt die wissenschaftliche Leitung übernommen. Angerufen werden die nach dem Zufallsprinzip ermittelten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den kommenden drei bis vier Wochen jeweils am Nachmittag bzw. frühen Abend. Dabei sei die Teilnahme an der Befragung absolut freiwillig, so Dr. Vielhaber. Ebenfalls sei Anonymität gewährleistet.

Wie nimmt die Bevölkerung Arbeitswelt und Umfeld wahr?

LEADER-Management, wissenschaftliche Leiterin und Projektträger stellten am Montag die „Regionsweite Erwerbstätigenbefragung“ vor. Foto: tft

Als sich rund um den Sorpesee 2016 die Städte Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern daran machten im Sinne der EU-Regionalförderung eine LEADER-Gruppe zu bilden, gab es ziemlich bald auch die Fragestellung: Wie ist es um die Arbeitswelt und die Lebensqualität in der Region bestellt. „Sichere Arbeitsplätze“, „schöne Natur“, „gelebte Gemeinschaft“ sind häufig zu hörende Sauerland-Pluspunkte. Doch wie sehen das die Erwerbstätigen vor Ort tatsächlich. Dazu gibt es bislang keine validen Daten. Die wären hilfreich, für bedarfsgerechte künftige Aktivitäten, waren sich die Beteiligten in den LEADER-Gruppen und -Gremien einig.

Bürger können bei der Zukunftsplanung helfen

Die vier Kommunen beschlossen ein wissenschaftliches Projekt zu initiieren. Neuenrade stellte sich als offizieller Projektträger zur Verfügung. Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Der demographische Wandel, verbunden mit einem Fachkräftemangel und die Abwanderung junger Menschen sind Probleme, denen sich der ländliche Raum stellen muss. Nur, wenn wir wissen, wie die hier lebende Bevölkerung ihr Umfeld wahrnimmt und wo es Probleme gibt, können wir die Thematik anpacken und diesen negativen Trends mit zukunftsweisenden Projekten entgegenwirken.“

„Die Bürger sind Teil einer zukunftsweisenden Studie. Sie haben mit ihren ehrlichen Antworten die Möglichkeit, dabei zu helfen, ihre Heimat ein Stück weit mitzugestalten.“, erläutert Regionalmanagerin Annika Kabbert. Die Bedeutung des Vorhabens für die zukünftige Entwicklung der Region sei groß, denn aus den Ergebnissen würden Handlungsfelder und möglicherweise neue Projekte abgeleitet.

Ergebnisse im kommenden März

Die Auswertung der Befragung übernimmt Dr. Barbara Vielhaber. Sie hat umfangreiche Erfahrungen im Bereich der regionalen Markt- und Meinungsforschung. Die Ergebnisse der Studie werden für März erwartet, so die Information am Montag. Dann sollen sich die Fragen nach den Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region beantworten lassen. Regionalmarketing und Wirtschaft wollen daraus weitere Ansätze zur Verbesserung ableiten. Die telefonische Befragung sei so angelegt, erläuterte Vielhaber, dass jede der vier Kommunen anschließend über hinreichend verwertbare Daten verfügt. (ttft)

Links zum Thema

Online-Informationen zur LEADER-Gruppe Sorpesee

Online-Berichterstattung auf wp.de

Online-Berichterstattung auf come-on.de

Video-Beitrag auf Balve-Film.de

 

Infos zum Förderprogramm LEADER

LEADER ist französisch und steht für: „Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale“, zu deutsch: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Die Bürgerregion am Sorpesee mit den Städten Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern ist eine von der EU und dem Land NRW anerkannte LEADER-Region. Die Region erhält von 2016 bis 2022 Fördermittel in Höhe von 3,1 Mio. Euro. Inhaltliche Grundlage für die gemeinsame Arbeit ist eine Regionale Entwicklungsstrategie. Sie zeigt insgesamt sechs wesentliche Handlungsfelder auf, in denen über Projekte positive Impulse für die „Bürgerregion am Sorpesee“ initiiert werden sollen, so z.B. für die Bereiche Daseinsvorsorge, Mobilität und Willkommenskultur. Die Regionale Entwicklungsstrategie kann unter www.leader-sein.de heruntergeladen werden.

Koordiniert wird die Arbeit der LEADER-Region durch das Regionalmanagement. Interessierte Personen oder Vereine wenden sich mit Projektideen an die Regionalmanager Lars Morgenbrod und Annika Kabbert: LEADERsein! e.V. „Bürgerregion am Sorpesee“, Regionalmanagement Hauptstraße 1+3, 58802 Balve, Tel: 02375 – 93 73 633, -634, Email: lars.morgenbrod@leader-sein.de; annika.kabbert@leader-sein.de

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