Peter Markett, Projekt "Beratender Berufsjäger NRW", informierte Schweinehalter und Jäger über die Gefährdung durch die herannahende Afrikanische Schweinepest. Foto: Krämer/(WLV)

Märkischer Kreis/Iserlohn. 46 Schweinehalter und Jäger folgten der Einladung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes am Mittwoch nach Iserlohn, um sich über die herannahende Afrikanische Schweinepest zu informieren.

Dr. Dieter Sinn, Kreisveterinär des Märkischen Kreises, sprach über „Gefährdung durch die ASP, mögliche wirtschaftliche Folgen und Maßnahmen zum Schutz der Schweine haltenden Betriebe“. Peter Markett vom Projekt „Beratender Berufsjäger NRW“ sprach zum Thema Bejagung und Bewirtschaftung des Scwarzwildes vor dem Hintergrund der Bedrohung durch die ASP (und der zunehmenden Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen).

An dem Abend auf dem Iserlohner Hof Drepper machte Kreisveterinär Dr. Dieter Sinn deutlich, welche dramatischen Folgen bereits ein ASP-Ausbruch bei Wildschweinen für die Schweine haltenden Betriebe in dem dann abgegrenzten gefährdeten Bezirk hätte. Erhebliche Restriktionen über mindestens zwölf Monate mit deutlichen Einschränkungen für den Transport von Ferkeln und schlachtreifen Schweinen würden eine Vermarktung nahezu unmöglich machen. Beim Pestausbruch bei Hausschweinen käme es zu Sperrungen der Betriebe und großflächigen Keulungen. Grundlegende Regeln der Hygiene seien daher strikt einzuhalten.
Um der Gefahr eines ASP-Ausbruchs zu begegnen, ist – so Peter Markett – die Regulierung der Schwarzwildbestände dringend geboten. Dies könne nur gelingen, indem Revier übergreifende Jagden durchgeführt und immer die schwächsten Stücke der Rotte bejagt würden. Nur um den Grundbestand beizubehalten müssten 75 % der Frischlinge erlegt werden.
Die anwesenden Schweinehalter und Jäger waren sich einig, dass die Gefahr eines Pestausbruchs nur gemeinsam abgewendet werden kann.

 

 

 

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