Landschaftswächter achten darauf, dass Wald und Flur nicht durch illegale Ablagerungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Foto: Rüdiger Kahlke

Lüdenscheid. „Warum Menschen ihren Grünschnitt ins Auto laden und im Wald abladen, statt ihn kostenfrei beim Bauhof zu entsorgen, bleibt mir ein Rätsel“, meinte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper beim jährlichen Erfahrungsaustausch der Landschaftswächter mit der Kreisverwaltung im Lüdenscheider Kreishaus. „Der Umwelt tun diese Leute jedenfalls keinen Gefallen“, darin waren sich alle einig, weil Gartenpflanzen, insbesondere Bodendecker, den heimischen Wald verändern und teilweise zerstören.

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Die kreisdirektorin dankte den ehrenamtlich tätigen Landschaftswächtern für ihre Arbeit. Foto: MK/Erkens

Negativbeispiel Nummer eins ist der Riesen-Bärenklau, auch unter dem Namen Herkulesstaude bekannt. Er wurde einst aus dem Kaukasus als Zierpflanze eingeführt. Heute wird man dem Kraut an Feld-, Wald- und Wiesenrändern sowie an Bach- und Flussläufen nicht mehr Herr.

Kreisdirektorin dankt ehrenamtlich Tätigen

Dienstel-Kümper dankte den 19 ehrenamtlich tätigen Landschaftswächtern im Märkischen Kreis. Im Auftrag der Unteren Landschaftsbehörde übernehmen sie eine vorwiegend präventive Rolle in Natur und Landschaftsschutz. Als Anwälte der Natur melden sie der Behörde beispielsweise illegale Müllablagerungen in der Landschaft, unerlaubte Hecken-Rodungen, das Abflämmen von Feldrainen und Böschungen sowie die Errichtung ungenehmigter Bauten und Anlagen, um nur einige Beispiele zu nennen. Da Landschaftswächter ihren Bezirk wie ihre Westentasche kennen, werden sie von den Mitgliedern des Landschaftsbeirates und der Verwaltung als fach- und ortkundige Ratgeber geschätzt. Zudem informieren sie Erholungssuchende, aber auch Landwirte und Grundstücksbesitzer über Themen des Natur- und Landschaftsschutzes und weisen auf Missstände hin.

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