Blick in die Notunterkunft am Raithelplatz. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreis

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Punkt 16 Uhr waren die Notunterkünfte des Märkischen Kreises in Halver und Lüdenscheid am Freitag 18, September, bezugsfertig. Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Sicherheitsdienst und Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen standen der bereit. In den frühen Abendstunden kamen die ersten Flüchtlinge in der Turnhalle der kreiseigenen Berufskollegs am Raithelplatz in Lüdenscheid an.

Am Samstagmorgen wurden die Neuankömmlinge geimpft. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreis
Am Samstagmorgen wurden die Neuankömmlinge geimpft. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreis

Bis weit in die Nacht trafen insgesamt 147 Asylsuchende in Lüdenscheid ein, wurden direkt medizinisch in Augenschein genommen und registriert. Die letzten Busse in Halver kamen Samstagmorgen um 3 Uhr morgens an. Sie brachten 103 Flüchtlinge an die ehemalige Förderschule Susannenhöhe. Auch hier funktionierte die Erstaufnahme reibungslos.

Die meisten Flüchtlinge stammen aus Syrien

Nur sechs Personen, davon vier in Halver und zwei in Lüdenscheid, waren augenscheinlich erkrankt und wurden zur Behandlung in die Märkischen Kliniken nach Lüdenscheid beziehungsweise ins Krankenhaus in Wipperfürth gebracht. Noch am Samstagmorgen liefen die Impfungen an. Nach einem ersten Überblick kommt der überwiegende Teil der Flüchtlinge aus Syrien, in Halver sogar fast 90 Prozent). Die Hälfte der 250 Asylsuchenden sind alleinstehende Männer, die andere Hälfte Familien.

Bei der ersten Lagebesprechung am Samstagmorgen im Lüdenscheider Kreishaus bedankte sich Thomas Gemke herzlich bei allen, die in den letzten Tagen die Notunterkünfte eingerichtet und bei den Kreismitarbeitern, die sich freiwillig gemeldet haben, den Betrieb der Notunterkünfte im Schichtdienst bis Ende September sicherzustellen. „Ohne die Unterstützung der verschiedenen Hilfsorganisationen wäre dieser Kraftakt nicht möglich gewesen“, machte Gemke deutlich und betonte, dass der Märkische Kreis mit dem Betrieb zweier Notunterkünfte absolut am Limit angekommen sei. (pmk)

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