Kam nach Hagen, um den "Landespreis für Zivilcourage" zu verleihen: Innenminister Ralf Jäger. (Foto: Land NRW)

Hagen. Innenminister Ralf Jäger hat bei einer Veranstaltung in Hagen die „Landespreise für Zivilcourage“ verliehen. Zwei Frauen und fünf Männer wurden mit dieser Auszeichnung geehrt, darunter der Hagener Alexander Böhl.

Junger Mann wird Räuber-Trio angegriffen

Alexander Böhl wurde am 16. September 2015 Zeuge, wie ein junger Mann in Hagen „abgezogen“ wurde. Das Ministerium für Inneres und Kommunales erinnerte in einer Mitteilung, die vom Hagener Polizeipräsidium in seinem Presseportal zitiert wird, an den Vorfall: „Das Opfer wird von drei Personen angegriffen, die sein Mobiltelefon erbeuten wollen. Sie stoßen ihn zu Boden und treten ihm vor den Kopf. Der 22-Jährige greift ein. Auch andere Personen kommen hinzu. Die Situation wird unübersichtlich. Böhl gelingt es schließlich gemeinsam mit einem Busfahrer, weiteren Schaden vom Opfer abzuwenden. Eine Woche später sieht er zufällig einen der Täter wieder und ruft die Polizei. Im Zuge der weiteren Ermittlungen können auch die beiden Mittäter identifiziert werden.“

„Wegsehen ist feige und egoistisch!“

„Ihr Mut hat verhindert, dass den Opfern Schlimmeres widerfuhr. Ihr Handeln dient uns allen als Vorbild“, sagte Innenminister Ralf Jäger bei der Preisverleihung in Hagen. „Wenn andere in Gefahr sind, geht uns das alle an. Einfach wegsehen und weitergehen, als ob nichts wäre, das ist feige und egoistisch.“

In der Jury saßen Mitarbeiter des NRW-Innenministeriums, des Landeskriminalamtes, des Justizministeriums, der Staatskanzlei und der Opferschutzorganisation „Weisser Ring“.

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