Eröffnung des "Kunstkiosk" im Gertrud-Bäumer-Berufskollegs Plettenberg durch die Lüdenscheiderin Christina Appelt. Foto: Kannenberg

Plettenberg. Unter der Leitung der Lüdenscheiderin Christina Appelt, Kunstpädagogin und Künstlerin im Künstlerpool des Landesprogramms „Kultur und Schule“, wurde der „Kunstkiosk“ gemeinsam mit ihren Schülern und Schülerinnen der Klasse PEA 1 des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Plettenberg am 28. November eröffnet. Dieses Schulprojekt wird im Rahmen des NRW Landesprogramms „Kultur und Schule“ durchgeführt und läuft über ein komplettes Schuljahr während des regulären Kunstunterrichts der angehenden Erzieher und Erzieherinnen.

Anlässlich der Eröffnung hatten die Schüler der Klasse PEA 1 ihre dabei entstandenen Arbeiten in den ehemaligen Räumlichkeiten des Hausmeisters, die seit geraumer Zeit leer stehen, aufgebaut. Sie stellten eigenverantwortlich selbstentworfene Postkarten aus, die sich in der Anmutung nicht von professionell gedruckten Postkarten unterschieden, Kerzenhalter aus Beton, die so solide gemacht sind, dass sie sicher für die Ewigkeit halten und schöne Dioramen, die aus leeren Metalldosen filigran hergestellt wurden.

Jeder Mensch ist ein Künstler

Bei dem Projekt ging es Christina Appelt, hauptsächlich darum, den von Joseph Beuys seinerzeit formulierten Gedanken, „Jeder Mensch ist ein Künstler“ mit jungen Leuten umzusetzen, die vorher teilweise noch nie etwas künstlerisches erschaffen hatten. Und dabei zudem zu zeigen, dass Kunst nicht nur etwas Abgehobenes, Unbezahlbares ist, sondern für jeden bezahl- und nahbar erschaffen und anwendbar gemacht werden kann.

Dazu soll sich diese Arbeit an Gleichaltrige wenden und diese motivieren und ermutigen, ebenfalls kreativ zu werden. Also Kunst von Schülern für Schüler, die so in den Genuss kommen, ihre eigenen Themen, die sich um Liebe, Ausbildung, Familie und Zukunft, aber auch Ängste und Selbstzweifel drehen, von Menschen ihres eigenen Alters viel direkter umgesetzt zu sehen, als dies durch die Reflexion älterer Menschen der Fall sein kann. So wurden die Kunstwerke entsprechend neugierig und erwartungsvoll, aber auch wirklich begeistert von den Altersgenossen aufgenommen und verstanden.

Die jungen Erzieherinnen und Erzieher, die im Gertrud-Bäumler Berufskolleg nicht nur die Erzieherausbildung machen, sondern parallel dazu auch noch das Abitur erwerben, waren entsprechend hoch motiviert.

Eröffnung sorgte für gute Laune

Als um 11.15 Uhr in der großen Pause, der Kiosk mit einer kleinen Ansprache von Christina Appelt seine Pforten öffnete, stand ein vierköpfiges, gut gebrieftes Presseteam aus der Schülerschaft bereit, alle Fragen der neugierigen Pressevertreter umfassend zu beantworten. Parallel dazu gab es einen Waffelstand und eine Foto-Booth-Aktion, bei der sich alle Schüler, die ihre Pause in diesem Bereich verbrachten, mit Zylinder, falschen Bärten und überdimensionierten Zähnen fotografieren lassen konnten. Dies führte zu viel Gelächter und guter Laune unter den anwesenden Schülern und Schülerinnen.

Parallel dazu nutzten die Schüler wie geplant, die Gelegenheit, in ihrer Pause im Kiosk zu stöbern, sich über das Projekt zu informieren und auch das eine oder andere Kunstwerk käuflich zu erwerben.

Wie es weitergeht

Der Kunstkiosk wird einmal die Woche in der sechsten Stunde geöffnet sein. Wer sich als Außenstehender dafür interessiert, kann über das Sekretariat gern einen Besichtigungstermin machen. Christina Appelt wird das Projekt bis zum Ende des Schuljahres weiterführen und mit den Schülern noch viele Themen künstlerisch umsetzen, die dann ihren Platz im Kunstkiosk finden.

Fotostrecke

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