Holten sich viele Anregungen für eigene Events - Teilnehmer der Info-Veranstaltung. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk). „Der Klimaschutz ist ein Punkt, mit dem man sich von anderen Events unterscheidet. Das ist dann ein Alleinstellungsmerkmal.“ Verena Müller von der EnergieAgentur.NRW, dort für Kommunikation zuständig, zeigte den Teilnehmern der Informationsveranstaltung „Organisation nachhaltiger Kulturveranstaltungen“ die Chancen für ihre Veranstaltungen auf. Fast 40 Interessierte waren der Einladung des Kreises und der Kulturregion Südwestfalen ins Lüdenscheider Kreishaus gefolgt.

Dass der Klimaschutz und das Thema Nachhaltigkeit auch bei der Kreisverwaltung schon seit 2008 Handlungsschwerpunkt ist, machte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper bei ihrer Begrüßung deutlich. Als Fachdienstleiterin ist sie sowohl für den Kulturbereich als auch für den Umweltschutz zuständig. „Der Kreis lädt für den 21. Juni zur größten Veranstaltung im Märkischen Kreis ein – bezogen auf das Veranstaltungsgelände. Das ist 21 Kilometer lang und führt über die B54 von Meinerzhagen bis Schalksmühle.“

Sechs Referenten machten in der dreieinhalbstündigen Veranstaltung auf verschiedenste Weise deutlich: Ökologische Themen und Umweltschutzgedanken sind schon seit langem Aspekte in der Kulturarbeit. Dass Klimaschutz auch ein fester Bestandteil der Projektplanung sein sollte, ist noch nicht selbstverständlich.

Verena Holz (Leuphana Universität), Verena Müller und Michael Müller (EnergieAgentur.NRW) zeigten in ihren Impulsreferaten die verschiedenen Handlungsfelder auf. Praktische, bereits umgesetzte Beispiele steuerten Ulrich Korfluer (AllerWeltHaus Hagen), Jens von der Heyden (Kultur!Büro Kreis Siegen-Wittgenstein) und Susanne Kornau (Bergstadt-Stiftung Lüdenscheid) bei. Die Palette der Möglichkeiten sehr vielfältig und reiche vom Angebot regionaler Produkte über die Erstellung energieeffizienter Lichtkonzepte bis hin zu innovativen Verkehrskonzepten mit ÖPNV-Kombitickets.

Was machbar ist, zeigte Jens von der Heyden am Beispiel des von ihm verantworteten Festivals KulturPur aus, das jedes Jahr zu Pfingsten auf dem Giller bei Hilchenbach stattfindet. In diesem Jahr übrigens zum 25. Mal. Das fängt an bei einem Bus-Shuttle aus den Städten zum Veranstaltungsgelände, den Verzicht auf Werbeflyer, den Einsatz regionaler Produkte beim Catering an und geht hin bis zum energiesparenden Einsatz von LED-Lampen sowie der Stromgeneratoren. „Nur die Mülltrennung ist uns noch nicht so richtig gelungen“, so von der Heyden.

Wie mit guten Ideen die heimische Wirtschaft und der Einzelhandel gewonnen werden kann, machte Susanne Kornau von der Bergstadt Stiftung Lüdenscheider Schützenhalle deutlich. Motive aus der historischen Veranstaltungshalle werden zu Textilien, süßen Leckereien oder Schmuck verarbeitet.

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