Kuhlenhagen
Erster Kampf um den Ball auf Schalksmühles neuem Kunstrasenplatz in Kuhlenhagen.

Schalksmühle. Schalksmühler Sportler weinen dem Jahnsportplatz offenbar keine Träne nach. „Asche ade, scheiden tut nicht weg.“ So lautete am Mittwochabend der Abschiedsgruß von Klaus Peter Wiebusch an den Aschenplatz an der Bergstraße und der Willkommensgruß an den neuen Sportstandort in Kuhlenhagen. „Was sehr lange währt, wird endlich gut“, spielte der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes darauf an, dass es vom Wunsch der Sportler bis zur Fertigstellung der Anlage lange gedauert habe.

Zeichen von Aufbruchsstimmung und Optimismus

Bürgermeister Jörg Schönenberg versprach bei der Einweihungsfeier: „Bis Ende Juli ist alles perfekt.“ Dann sollen auch die letzten Abfallkörbe aufgestellt, die letzten Zäune gesetzt und die Parksituation bereinigt sein.

Bürgermeister Jörg Schönenberg (rechts, mit Gemeindesportverbands-Vorsitzendem Klaus Peter Wiebusch): "Der neue Platz ist ein Zeichen für Aufbruchsstimmung und Optimismus."
Bürgermeister Jörg Schönenberg (rechts, mit Gemeindesportverbands-Vorsitzendem Klaus Peter Wiebusch): „Der neue Platz ist ein Zeichen für Aufbruchsstimmung und Optimismus.“

Die neue Kunstrasenanlage in Kuhlenhagen sei ein „Zeichen von Aufbruchsstimmung und Optimismus“, betonte der Rathauschef vor zahlreichen Besuchern, die bei der Premiere des Kunstrasenplatzes mit dabei sein wollten. Kuhlenhagen werde sich zu einem bedeutenden Sportstandort in der Gemeinde und auch darüber hinaus entwickeln. Unter dem Strich werte die neue Anlage die Sport-Infrastruktur in der Gemeinde deutlich auf. Vom TuS Stöcken-Dahlerbrück und dem TuS Linscheid-Heedfeld wünscht er sich, dass sie die neue Anlage so behandeln, als „wäre es ihre eigene“. Nur so könne sichergestellt werden, dass sich die Folgekosten beim Betrieb der Anlage im Rahmen gehalten werden können.

1,35 Millionen Euro investiert

Er bedankte sich beim Gemeinderat, der für den Ausbau der Anlagen 1,35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Für Klaus Peter Wiebusch ist das eine gute Investition. „Jeder Euro, der in den Sport fließt, ist gut angelegtes Geld“, sagte er.

Bei guter Pflege halte der Platz 15 bis 17 Jahre, sagte Klaus Peter Wiebusch.
Bei guter Pflege halte der Platz 15 bis 17 Jahre, sagte Klaus Peter Wiebusch.

Dem Ausbau in Kuhlenhagen waren lange Debatten um eine etwaige Modernisierung des Jahnsportplatzes vorausgegangen. Immissionsschutzrechtliche Bedenken, die nur durch den Ausbau einer teuren Lärmschutzwand hätten ausgeräumt werden können, gaben schließlich den Ausschlag für den Bau auf dem Gelände des TuS Linscheid-Heedfeld. Die Schalksmühler FDP hatte zudem vergeblich versucht, einen Bürgerentscheid über die Standortfrage herbeizuführen. Als Begründung hatte sie im Herbst 2013 unter anderem die aus ihrer Sicht zu hohen Folgekosten ins Feld geführt.

Die Ehre, das erste Meisterschaftsspiel auf Schalksmühler Kunstrasen austragen zu dürfen, hatten am Mittwoch die F-Junioren des TuS Stöcken-Dahlerbrück. Am Donnerstag beginnt dann der Trainings- und Spielbetrieb. Zur Freude von Klaus Peter Wiebusch ist die Anlage von montags bis freitags komplett belegt.

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