Patrick Fayner (rechts) stellte den Besuchern das Unternehmen vor. Foto: Bettina Görlitzer

Meinerzhagen. Die Marke Krugmann ist seit fast 150 Jahren ein fester Begriff – und doch hat sich vor allem in den vergangenen drei Jahrzehnten eine Menge verändert. Dies gilt sowohl für die Unternehmensstruktur als auch die Marke Krugmann selber.



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Wie also ein Traditionsunternehmen einerseits an seinem bekannten Markennamen festhält und gleichzeitig andererseits sich auf den Weg macht, mit neuen, zum Teil provokanten Ideen neue Produkte am Markt zu etablieren, war das Thema beim Besuch von Mitgliedern von Wirtschaftsjunioren und Wirtschaftskreis Lüdenscheid bei der Krugmann Markenspirituosen GmbH & Co. KG in Meinerzhagen.

Keine eigene Brennerei mehr

Geschäftsführender Gesellschafter Patrick Fayner, selbst Mitglied im Wirtschaftskreis, begann seinen Vortrag mit einem rund 30 Jahre alten Film, in dem gezeigt wurde, wie damals Schnaps gebrannt wurde. Die eigene Brennerei gibt es inzwischen nicht mehr – „das können andere besser und günstiger als wir“, sagte Fayner. „Wir beschäftigen uns mit der Herstellung innovativer Getränke.“ Dabei seien Name und Verpackung genauso wichtig wie der Geschmack. Alles drei müsse zusammen passen, erklärte Fayner und erinnerte an Erfolgsgeschichten wie die von „Popsy“.

Dals alte Werbegesicht bleibt

Der Versuch, den lange bekannten Spirituosen des Hauses ein neues Werbegesicht anstelle des alten Sauerländer Bauern zu geben, wurde indes verworfen – das sei bei den Kunden gar nicht angekommen. Deshalb habe man dann darauf gesetzt, die Marke Krugmann unter zwei verschiedenen Logos zu etablieren – ein ernsthafteres Logo für traditionelle Spirituosen und einen lachenden Mund für die Partygetränke, die Trends setzen und auch mal zeitaktuelle Themen aufgreifen. Diese machten inzwischen rund 85 Prozent des Umsatzes aus – „Tendenz steigend“, so Fayner.

Ungewöhnliche Flaschenformen

Beim Betriebsrundgang erfuhren die Besucher, wie für diese Getränke auch ungewöhnliche Flaschenformen – bis hin zur Spritze – befüllt und etikettiert werden können, wobei insbesondere bei der Etikettierung auf Handarbeit gesetzt werde. Außerdem informierte Fayner über den Werbemittelhandel sowie den Internethandel unter www.spirituosenworld.de, die ebenfalls zur Unternehmensgruppe gehören.

Text: Bettina Görlitzer

 

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