Landrat Thomas Gemke begrüßt die chinesischen Gäste. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Lüdenscheid.. (pmk). Eine zwölfköpfige Delegation aus der chinesischen Provinz Shanxi informierte sich im Lüdenscheider Kreishaus über die Strukturen und Arbeit im Krisenstab des Märkischen Kreises. Wie funktioniert der Katastrophenschutz in Deutschland? Das war die zentrale Frage der zwölf weitgereisten Gäste im Katastrophenschutz- und Lagezentrum des Lüdenscheider Kreishauses. Landrat Thomas Gemke konnte die Delegation des Foreign and Overseas Chinese Affairs Office aus der chinesischen Provinz Shanxi begrüßen, ihnen einige Informationen über den Märkischen Kreis und die Region Südwestfalen geben sowie auf die jährlichen Katastrophenschutzübungen des Krisenstabes verweisen.

Angeführt wurde die Gruppe aus der beliebten chinesischen Touristen- und Kohleregion Shanix, die gut 40 Millionen Einwohner hat, vom Leiter und zentralen Krisenmanager Yan Zhao Hui. Mit dabei waren ferner zwei Bürgermeister der größten provinzangehörigen Kommunen als Multiplikatoren, ein Vertreter der 4,6 Millionen Einwohner zählenden Bezirkshauptstadt, der Chef und zugleich Chefarzt des größten Krankenhauses der Region, der Leiter der größten Universität, ein leitender Ingenieur und weitere Funktionäre aus dem örtlichen Krisenmanagement, unter anderem Divisionsdirektor Cao Haisheng.

Mit der Region Shanix gibt es bereits einen regen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch – unter anderem mit deutschen Studenten – aber auch mit anderen Ländern. Grund des Besuches in Lüdenscheid war, Möglichkeiten kennenzulernen, sowohl die Ausländer in der Region und den Kommunen als auch die eigenen kritischen Infrastrukturen besser zu schützen. Neben den hiesigen Strukturen und der Führungsorganisation im Katastrophenschutz wurde den chinesischen Gästen im Kreishaus ein Eindruck der regelmäßigen Aus- und Fortbildung der Krisenstabsmitglieder samt Übungen vermittelt. Großes Interesse zeigten die Delegations-Teilnehmer insbesondere an der vorbereitenden Übungsplanung. Im Ergebnis wurde festgestellt, die möglichen Katastrophen-Szenarien sind in beiden Regionen weitestgehend gleich – allerdings hätten Großschadensereignisse in Shanix wegen der höheren Einwohnerzahl wohl bedeutend schlimmere Auswirkungen.

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