Die Kreisverwaltung ist wieder ganz Ohr für ihre Kunden. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Die Dienststellen der Kreisverwaltung arbeiten wieder weitestgehend planmäßig. Nach Virus-Befall einiger Rechner wurden inzwischen 300 Server und fast 800 Computer gescannt. Vor allem die Bürgerbüros sowie die Zulassungsstellen sind wieder uneingeschränkt für die Bürger da.

Die Technikprobleme bei der Kreisverwaltung sind weitestgehend behoben. Zum Dienstbeginn konnten die Bürgerbüros im Lüdenscheider Kreishaus sowie am Griesenbrauck in Iserlohn, die Ausländerbehörde und andere publikums-intensive Dienststellen wieder online gehen. „Die Krise ist halbwegs überstanden“, so Landrat Thomas Gemke, der allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren vorbildlichen Einsatz dankte. Großes Lob verdienten sich vor allem die Techniker, die seit Sonntagabend im Schichtbetrieb im Dauereinsatz waren. 300 Server wurden gescannt, fast 800 der insgesamt 1.500 Computer in allen Abteilungen der Kreisverwaltung sind bisher überprüft worden.

Ausgelöst worden war die Großaktion durch einen unbekannten Virus, der am Sonntag auf fünf Rechnern entdeckt worden war. „Glücklicherweise konnte er noch keinen Schaden anrichten“, so Guido Thal, für die IT zuständiger Fachbereichsleiter Zentrale Dienste beim Märkischen Kreis. Wichtig vor allem, dass die Bürgerbüros wieder wie gewohnt ihre Kunden bedienen können und die Zulassungsstelle auch für die An- und Abmeldung von Fahrzeugen bereit steht. Kleine Einschränkungen gibt es noch. Beispielsweise arbeitet der Kassenautomat im Bürgerbüro am Griesenbrauck in Iserlohn noch nicht. Darüber hinaus können sich einige Auszahlungen der Kreisverwaltung verzögern.

Erfreut zur Kenntnis genommen habe die Kreisverwaltung, dass die überwiegende Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger für die Einschränkung der Dienstleistungen durch den Computer-Virus sehr viel Verständnis zeigte. Um dem Verursacher auf die Spur zu kommen, wurde vom Kreis das Landeskriminalamt informiert. Die Beamten sicherten einen infizierten Rechner für weitere Untersuchungen. Der Kreis hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

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