Lüdenscheid. Nach dem Sieg im Pokalviertelfinale gegen den FC Iserlohn mussten die Lüdenscheiderinnen zum Halbfinalspiel nach Menden fahren um dort gegen DJK GW Menden um den Einzug ins Finale zu spielen.

Aufgrund von einer schwereren Verletzung musste Sara Lagoudakis ersetzt und die Mannschaft entsprechend auf einigen Positionen umgestellt werden. Bei trockenem Wetter aber kaltem Wind kam keine Spielfreude bei den Mädchen auf. Bereits nach 20 Sekunden gelang das erhofft frühe Tor, nach einer der sehr guten Kombinationen über drei Stationen. Von Merle Hempel gelangte der Ball zu Ronja Reichel die den Ball schön in die Spitze auf Amelie Unger legte, letztgenannte konnte die Torhüterin mit einem Schuss ins linke untere Eck zum 1 : 0 überwinden. In der Folgezeit wurde immer wieder mit Einzelaktionen versucht zum Torerfolg zu kommen und die Gastgeberinnen schlugen nur lange Bälle nach vorn, die ein ums andere Mal direkt bei der Lüdenscheider Torhüterin landeten.

Es gelang zwar etliche Torchancen zu erspielen, aber im Abschluss waren die Stürmerinnen einfach zu nachlässig und überheblich. Gefährlich wurde es nur noch nach Ecke oder Freistößen, wobei auch in diesen Situationen vor dem Tor einfach zu viel Stückwerk blieb. In der Abwehr offenbarte die Mannschaft bei diesem Spiel reichlich Schwächen, die im Verlauf der Meisterschaftsrunde noch nicht da gewesen sind und hätte Chrisoula Panagiotidou nicht so einen Sahnetag gehabt, dann wären einige gefährliche Torschüsse der Gegnerinnen wohl im Tor gelandet. Erst in der 21. Minute gelang Zülal Yigit auf tolle Vorlage von Vanessa Schmidt das lange ersehnte 2 : 0, mit dem man etwas mehr Ruhe im Spiel hatte. In der 29. Minute lag der Ball zum 3. Mal im gegnerischen Tor, aber der Treffer von Amelie Unger wurde nicht gegeben, da der sonst sehr gut pfeifende Schiedsrichter den Vorteil für die Lüdenscheider Mädchen nach einem Foulspiel an Z. Yigit übersehen hatte. Die Überlegenheit der Lüdenscheider zeigte sich auch in einem Eckenverhältnis von 12 : 0 bis zum Halbzeitpfiff und mindestens 10 vergebenen 100 % Torchancen.

Nach der Halbzeit wurde direkt ein Wechsel vorgenommen Leonie Meister kam für Sophie Engling ins Spiel und die Mädchen spielten nun etwas zielstrebiger Richtung Mendener Tor ohne aber die sich bietenden Torchancen auszunutzen. Man konnte sich schon die Haare raufen, ob der vergebenen vielen Möglichkeiten. Insgesamt fünf Mal rettete für die Mendener Mannschaft allein das Aluminium, mehrere Male konnten Spielerinnen den Ball noch von der Linie weg schlagen und es dauerte bis zur 61. Minute eher der Ball zum dritten Mal im gegnerischen Tor einschlug. Endlich wurde mal konsequent über die Außen schnell nach vorn gespielt und Ronja Reichel krönte ihre gute läuferische Leistung mit einem schönen Schuss ins kurze Eck. Es folgten drei weitere Wechsel, ins Spiel kamen Franziska Bellmann, Tabea Maak und Marie Kaczmarczyk damit verbunden auch Umstellungen innerhalb der Mannschaft, ohne das sich spielerisch irgend etwas änderte. LTV Lüdenscheid war immer Herr im Haus, nur in der Rückwärtsbewegung blieben die Abwehrspielerinnen zu unkonzentriert und ließen immer wieder gefährliche Distanzschüsse auf das von Ch. Panagiotidou gehütete Tor zu. Trotz überwiegender Beschäftigungslosigkeit war sie immer hoch konzentriert und zeigte etliche tolle gekonnte Flugeinlagen. In der 64. Minute gelang der eingewechselten Tabea Maak nach dem schönsten Spielzug des gesamten Spiels über fünf Stationen mit schönen Doppelpässen das 4 : 0, dem R. Reichel mit einer tollen Einzelleistung und einem Schuss aus 14 Metern nur eine Minute später das 5 : 0 folgen ließ. Am Ende stand ein überlegener Sieg, der sicher aber spielerisch noch viel Luft nach oben offen ließ. Die Mannschaft muss sich spielerisch steigern wenn auch das Finale erfolgreich gestaltet werden soll, denn dort wird ein wesentlich stärkerer Gegner auf die Lüdenscheider Mannschaft warten.

Zum Aufgebot gehörten : Chrisoula Panagiotidou, Amelie Unger (1), Ivanna Lovric, Vanessa Schmidt , Merle Hempel, Sophie Engling, Zülal Yigit(1), Franziska Bellmann, Marie Kaczmarczyk, Nurhan Deger, Ronja Reichel (2), Tabea Maak (1), Leonie Meister .

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