Lüdenscheid. In einem gutklassigen Mädchenfußballspiel waren beide Mannschaften zu Beginn sehr nervös und hatten mächtig Respekt vor einander. Die Lüdenscheiderinnen versuchten den Ball laufen zu lassen, aber dies gelang nicht so häufig denn die Pässe waren zu ungenau und landeten sehr oft in den Füssen der Gegnerinnen. Die Grüner Mädchen versuchten fast immer mit langen Bällen auf ihre Stürmerinnen Kira Tabea Beleke und Vivien Heck die Lüdenscheider Abwehr auszuhebeln.

Die beiden Abwehrspielerinnen Merle Hempel u. Marie Kaczmarczyk waren überragend und hatten ihre Gegenspielerinnen voll im Griff, wobei M. Kaczmarczyk Schwerstarbeit verrichten musste, sie hatte die stärkste Stürmerin K.T. Beleke der abgelaufenen Saison der Gegnerinnen als Gegenspielerin und in den gesamten 70 Minuten konnte diese sich nur zweimal durchsetzen, aber in diesen Situationen zeigte die Stürmerin gleich ihre ganze Klasse und prüfte mit gefährlichen Schüssen die Lüdenscheider Torhüterin Chrisoula Panagiotidou. Mit der gewohnten Ruhe und Sicherheit zeigte die Torhüterin immer dann, wenn sie gefordert war, ihre ganze Klasse und bewahrte ihre Mannschaftskameradinnen vor einem Gegentor. Torchancen waren in der ersten Hälfte auf beiden Seiten rar gesäht. In der 23. Minute gelang es endlich einmal über die linke Seite einen Angriff schnell nach vorn zu spielen und nach dem Pass in die Tiefe durch Nurhan Deger hätte Ronja Henkel fast den Führungstreffer erzielt, leider ging ihr Schuss knapp am Tor vorbei.

Die Grüner Mädchen hatten den Schwachpunkt der Lüdenscheid recht schnell erkannt und kamen immer häufiger über ihre rechte Angriffsseite, dort sollte Ivana Lovric eigentlich verteidigen, aber sie war bei diesem Spiel der große Schwachpunkt der Mannschaft, trotz mehrfacher Aufforderung des Trainer an ihre Adresse sie sollte mehr Laufbereitschaft und enger bei ihrer Gegnespielerin bleiben ignorierte sie dies und beschwor durch dieses Verhalten gefährliche Vorstöße der Gegnerinnen hervor. Immer wieder mussten andere Mitspielerinnen für sie eingreifen und klären. Bis zur Halbzeit geschah nichts mehr und in der Halbzeitpause wurde darauf hingewiesen, das alle Abwehrspielerinnen und das Mittelfeld noch mehr Laufbereitschaft zeigen müssten wenn man das Spiel als Siegerinnen verlassen wollte. Fast alle setzten dies auch um und spielten engagierter nach vorn, gewannen mehr Zweikämpfe nur die Pässe kamen immer noch nicht an.

In der 48. Minute dann eine Schreck-sekunde, mal wieder wurde I. L. überlaufen und die Flanke erreicht die Mittelstürmerin, die sofort den Torabschluss suchte und ihren Meister in der Lüdenscheider Torhüterin fand, Glück gehabt. Aus dem Abschlag durch Ch. Panagiotidou gelang dann das erlösende 1 : 0, Tabea Maak verlängerte den Abschlag per Kopf genau in den Lauf von Ronja Reichel die sich robust gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte und den Ball an der herausstürmenden Torhüterin vorbei ins Tor spitzelte. Was dann kam war ein riesengroßen Haufen jubelnder Mädchen die sich auf die Torschützin stürzten. Die Lüdenscheiderinnen setzten sofort nach und in der 57. Minute gelang Tabea Maak mit einer herrlichen Direktabnahme nach einer von R. Reichel vors Tor gebrachten Ecke das vorentscheidende 2 : 0. Anschließend wurde auf der linken Abwehrseite gewechselt und Zülal Yigit die sich vorher im Mittelfeld aufgerieben hatte rutschte nach hinten und Sophie Engling übernahm ihre Position im Mittelfeld. Letztgenannte konnte in der Folgezeit durch ihre Ruhe am Ball mehr Sicherheit ins Spiel bringen und Z. Yigit verlieh der Abwehr viel mehr Sicherheit, da sie häufig ihre Zweikämpfe gewann und näher bei ihrer Gegenspielerin war. Auch die anderen drei Einwechselspielerinnen Leonie Meister, Hannah Paar und Amelie Unger wurden nun so nach und nach ins Spiel gebracht und auch diese zeigten gute Leistungen und kämpften bis zum Schluss.

In der vorletzten Minute hatte dann A. Unger noch einmal eine Großchance, leider ging ihr Schuss knapp vorbei. Nach dem Abpfiff des gut leitenden Schiedsrichters kannte die Freude über den Gewinn des Pokalendspiels dann bei den Mädchen keine Grenzen mehr und sie feierten sich auf dem Platz. Die Trainer Paul Ams und Dimitrios Karzis sowie alle mitgereisten Fans freuten sich und gratulierten den Mädchen herzlich.

Zum Kader gehörten : Chrisoula Panagiotidou, Merle Hempel, Ronja Reichel, Tabea Maak,
Vanessa Schmidt, Amelie Unger, Leonie Meister, Hannah Paar, Zülal Yigit, Nurhan Deger,
Ivana Lovric, Marie Kaczmarczyk, Sophie Engling. Außerdem waren Franziska Bellmann und Veroni Michalitsli mit vor Ort.

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