Foto: Andreas Morlok /pixelio.de

Märkischer Kreis. (pmk) Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises ruft zur Masernimpfung auf. Grund ist aktuell die steigende Zahl gemeldeter Masernerkrankungen.

Der Schwerpunkt liegt derzeit in Duisburg, aber auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Märkischen Kreises sind vermehrt Masernfälle gemeldet worden. Die derzeitigen Erkrankungszahlen und Ausbreitungsentwicklungen in NRW sind ein deutlicher Hinweis auf bestehende Impflücken in allen Altersgruppen der Bevölkerung.

Auch wenn im Märkischen Kreis bislang noch keine auffallend hohen Meldungen zu Masernerkrankungen zu verzeichnen sind, weist das Kreisgesundheitsamt auf die bestehende Impfempfehlung hin und rät dazu, die Impfpässe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu überprüfen und die fehlenden Impfungen beim Arzt nachzuholen, um eine Ausbreitung der Masern zu verhindern.

Masern sind eine hoch ansteckende Infektionserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Da diese Infektionen häufig im Kindesalter stattfinden, gelten Masern als eine der klassischen Kinderkrankheiten. Zu Unrecht werden Masern häufig aber als Bagatelle abgetan. Immer wieder verlaufen die Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen mit ernsthaften Komplikationen. Aktuell wird ebenfalls von einigen schwereren Krankheitsverläufen berichtet.

Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt seit Jahren einen Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln –MMR-, der in der Regel gut verträglich ist und sowohl den Impfling vor der Erkrankung und ihren Komplikationen, als auch die Umgebung vor einer weiteren Ausbreitung des Erregers schützt.

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