Radarkontrollen
Der Märkische Kreis setzt zur Geschwindigkeitskontrolle 32 Starenkästen ein. Dazu kommen immer wieder mobile Radarkontrollen. Foto: Märkischer Kreis/Hendrik Klein

Märkischer Kreis. Die regelmäßige Veröffentlichung der mobilen Messstellen sowie der Standorte der stationären Anlagen im Internet erhöht die Verkehrssicherheit auf den Straßen im Märkischen Kreis. „Das belegen unsere Zahlen eindeutig“, so Gudrun Hornemann, Fachdienstleiterin Verkehrsordnungswidrigkeiten beim Kreis. Die Anzahl der verhängten Bußgelder und Verwarnungsgelder ist im ersten Halbjahr dieses Jahres gegenüber den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres deutlich zurückgegangen.

Deutlich weniger Knöllchen

Wurden 2013 noch insgesamt 227 Bußgelder und 6245 Verwarnungen notiert, waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres 211 Bußgelder und nur noch 5134 Verwarnungen. „Und das, obwohl wir die Einsatzzeiten unserer beiden mobilen Messfahrzeuge sogar von 1096 Stunden auf 1138 Stunden erhöht haben“, erklärt Hornemann. Damit sei endgültig belegt, dass ein offener, öffentlicher Umgang mit den Terminen für die „Blitzerstandorte“ zur Verkehrssicherheit beiträgt. Das Argument, die Tempoüberwachung diene lediglich zur Erhöhung der Einnahmen in der Kreiskasse, sei damit wohl endgültig wiederlegt.
„Weniger Bußgelder und weniger Verwarnungsgelder bedeuten natürlich weniger Einnahmen“, so die Fachdienstleiterin. Vor allem im Verwarnungsbereich mache sich das schon deutlich bemerkbar. Der Märkische Kreis rechnet in diesem Jahr mit rund 3,2 Millionen Euro Einnahmen. Darin enthalten sind auch alle Gelder, die die Polizei als Bußgelder verhängt – etwa bei Rotlichtverstößen, Überschreitung der Lenkzeiten, Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, bei Unfällen, Verstoß gegen die Anschnallpflicht oder beim Telefonieren am Lenker.

Ziel: Auslastungsquote von 80 Prozent

„Das wissen ja die wenigsten, dass diese Bußgelder auch in die Kreiskasse fließen. Die Einnahmen aus unserer Geschwindigkeitsüberwachung sind der weitaus geringere Teil von den 3,2 Millionen Euro“, erklärt Gudrun Hornemann. Sie hat für sich und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Auslastungsquote von 80 Prozent für die beiden Blitzer-Fahrzeuge des Kreises als Zielmarke gesetzt. Dazu kommen 32 stationäre Anlagen, im Volksmund kurz „Starenkasten“ genannt. Zwei davon – an der Autobahn-Abfahrt Lüdenscheid-Nord sowie am Bahnübergang in Plettenberg – sind dauerhaft mit einer Kamera bestückt. „Für die 30 anderen haben wir zwei Kameras, die im Wechsel eingebaut werden

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