Das Duo "Ich & Du" in Gestalt von Christian Breddermann und Klaus Sonnabend spielten im Altenaer "Lennekai". Fotos: Kannenberg Design & Kommunikation

Altena. Das Musikerduo „Ich & Du“ trat am Freitag in der Altenaer Location „Lennekai“ auf. „Ich & Du“, das sind die Musiker Klaus Sonnabend aus Lüdenscheid und Christian Breddermann aus Schalksmühle. Das Konzert fand draußen statt, unter freiem Himmel und direkt am Lenneufer. Und schaffte an diesem Abend eine gelungene Verbindung dreier Sauerländer Städte, die irgendwie zusammengehören, ob sie´s nun wollen oder nicht. An diesem lauen Sommerabend wollten sie es jedenfalls. Und das von Herzen.

Ständig wachsende Fanbase

Ein gutes Team und dazu Freunde – diese Kombination läuft!
Ein gutes Team und dazu Freunde – diese Kombination läuft!

Denn die beiden Musiker brachten nicht nur viele Altenaer dazu, fast vier Stunden lang mit ihnen gemeinsam zu feiern, zu singen, zu klatschen, zu tanzen und – bei manchen sehr anrührenden Balladen – auch mal ganz andächtig einfach nur dazusitzen und vielleicht sogar eine Träne zu verdrücken.

Auch viele Fans der beiden aus Lüdenscheid und Umgebung hatten sich auf den Weg gemacht, um sie zu hören. Die meisten davon zum wiederholten Mal. „Ich & Du“ hat mittlerweile eine solide und ständig wachsende Fanbase, die überall mit hinzieht, egal, wo die beiden auch auftreten.

Traumhafte Kulisse

Dieser Abend bot eine traumhafte Kulisse.
Dieser Abend bot eine traumhafte Kulisse.

Dazu kam an diesem Abend eine traumhafte Kulisse, sommerliche 30 Grad und quasi als kostenfreie Bühnenshow hinter dem Duo ein Sonnenuntergang, der wohl extra für diesen Auftritt besonders spektakulär daher kam. Ein perfektes Ambiente, um alles zu geben. Was die zwei dann auch taten.

Zusammen sind sie zwei musikalische Profis, die genau wissen, wie und was sie tun müssen, um ihr Publikum um den Finger zu wickeln. Christian Breddermann, der Sunnyboy des Duos, sieht aus wie der junge Keanu Reaves aus dem Film „Matrix“ und wenn er sein Publikum anstrahlt, schmelzen wohl selbst die Polkappen augenblicklich dahin. Der junge Mann hat einfach Charme. Und eine große Klappe, die Klaus Sonnabend, der etwas ältere, aber nicht weniger Charme-behaftete Teil von „Ich & Du“, auch des öfteren einmal zu spüren bekommt.

Musikalisches „batteln“ auf hohem Niveau

Viel Medienpräsenz. Wo Christian und Klaus auftreten, ist auch die Presse dabei.
Viel Medienpräsenz. Wo Christian und Klaus auftreten, ist auch die Presse dabei.

Klaus, der ausgebildeter Musiker ist, fünf Instrumente spielt und dazu über eine brillante Stimme verfügt, weiß sich jedoch zu wehren. Da gibt das eine Wort das andere und jedem fällt noch etwas ein, um den anderen spielerisch „auf die Schippe“ zu nehmen und SEIN Publikum für sich zu gewinnen.

Die beiden „batteln“ sich denn auch den ganzen Abend – auf für das Publikum sehr amüsante Weise – werfen sich die Stichworte gegenseitig zu, ärgern sich, versuchen jeder auf seine Weise das Publikum auf seine Seite zu ziehen und wechseln sich ab in der Wahl der Stücke, die sie spielen. Mal ist der eine der tragende Part, mal der andere. Niemand könnte wohl am Ende des Abends entscheiden, wer genau den „Battle“ gewonnen hat. Die beiden sind ein Team, echte Freunde, das merkt man ihnen an. Und haben gemeinsam einfach eine ganz besondere Ausstrahlung.

Großes Repertoire

Sehr gefühlvoll: Die interpretation von "Bridge over troubled water" von Klaus Sonnabend
Sehr gefühlvoll: Die Interpretation von „Bridge over troubled water“ von Klaus Sonnabend

Ihr Repertoire reicht dabei von bekannten und weniger bekannten Songs, die sie auf ihre ganz eigene Art interpretieren bis hin zu eigenen Liedern, die Klaus für seine Band „Sonnabend“ komponiert, eine Band, mit der er nur eigene Lieder spielt. So gab es als Zugabe und besonderes „Betthupferl“ von ihm auch den Solo gespielten Song „Ich tanz immer weiter“ von seiner aktuellen CD mit auf den Weg.

Bis dahin hatten die zwei jedoch bereits vier Stunden lang Musik gemacht und ihre Gäste bestens unterhalten. Niemand, der am Lennekai vorbei ging, der nicht zumindest eine halbe Stunde stehen blieb oder sich kurzerhand neben die Bühne auf die Musiker-Couch setzte und gleich ganz da blieb. War das Publikum im „Lennekai“ zu Anfang noch eher zögerlich und fragend, ob man sich Lüdenscheid und Schalksmühle wohl so ohne weiteres anvertrauen könne, hatten die zwei nach spätestens einer Stunde alle Anwesenden auf ihrer Seite. Die eh schon umfangreiche Fanbase dürfte sich um diverse Altenaer, Letmather und auch Werdohler vergrößert haben.

Sie singen mit dem Herzen

Sie singen mit dem Herzen.
Sie singen mit dem Herzen.

Singen taten die zwei nicht nur mit ihren Stimmen, sondern auch mit ihren Herzen. Christian Breddermann an der Cajon und Klaus Sonnabend an der Gitarre, geben viel von ihrer Persönlichkeit und Herzblut an ihr Publikum weiter. Man kann sich ihnen nur schwer entziehen. Von „I follow Rivers“ bis „Junimond“ von Rio Reiser, aber auch eigenwilligen Interpretationen diverser Beatles-Songs, haben die beiden alles auf dem Schirm, was zum Mitsingen anhält.

Gefühlvolle Interpretation ihrer Lieder

Die beiden haben viel Spaß miteinander. Ansteckend, wenn man im Publikum sitzt.
Die beiden haben viel Spaß miteinander. Ansteckend, wenn man im Publikum sitzt.

Zudem lassen sie sich gegenseitig stehen, trotz „Battle“. So zog sich Christian zwischendurch auch einmal zurück und überließ Klaus das „Spielfeld“. Das führte zu einer wirklich sehr, sehr gefühlvollen Interpretation von „Bridge over troubled water“, die für andächtige Stille und die eine oder andere Träne sorgte.

Sobald Christian die Bühne wieder betrat, war es dann übrigens vorbei mit Andacht und Tränen. Er schaffte es binnen Sekunden und zwei Sätzen, alle wieder auf Feierlaune zu Rekalibrieren und das Fest konnte fröhlich weitergehen. Dieser Wechsel von Speed und Slow-Motion erzeugte genau die Spannung, die dazu führte, dass man überhaupt nicht merkte, wie schnell die Zeit dabei verging. Auch nach vier Stunden wollten die meisten nicht nach Hause gehen, sondern forderten noch vehement eine Zugabe. Die ihnen auch gewährt wurde. Die zwei setzten sich noch einmal an ihre Instrumente und spielten zur Freude ihrer Fans einfach noch fast eine Stunde lang weiter.

Ein schöner Abend

Ein bisschen ein Gefühl wie Cannes oder St-Tropez.
Ein bisschen ein Gefühl wie Cannes oder St-Tropez.

Alles in allem ein wirklich gelungener Abend. Gute Musik, eine wunderschöne Location mit einer Anmutung wie im Urlaub, bestes Wetter und ein wirklich nettes Publikum. Dazu ein komplettes Filmteam (Tobias Wieneke) und die Lokal-Reporter aller umliegenden Zeitungen. Man fühlte sich als Gast ganz real zwischendurch nach Cannes oder St. Tropez, Frankreich versetzt.

Schade, dass das Sauerland nicht mehr solcher lauen Sommernächte zu bieten hat. Aber so bleiben solche Abende eben auch etwas Besonderes. Und man weiß es noch mehr zu schätzen. Wer das Duo „Ich&Du“ noch nie gesehen hat, sollte das nachholen. Sie spielen das nächste Mal am 07.11.2015 im CICCOLINA in Lüdenscheid. (www.ichunddu-duo.de)

 

 

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