Alle Erwartungen übertroffen hat die Koffer-Sammlung der Grünen in Meinerzhagen. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“, sangen Marlene Dietrich und Hildegard Knef. Die Grünen in Meinerzhagen haben jetzt bergeweise Koffer. Der Aufruf, Koffer und Reisetaschen für Flüchtlinge zu spenden, die übergangsweise in der Jugendherberge untergekommen sind, fand eine überwältigende Resonanz.

Der Aufruf, Koffer für Flüchtlinge zu sammeln, fand eine überwältigende Resonanz. Bis zum Mittag kamen ca. 500 Koffer und Taschen zusammen. Foto: Rüdiger Kahlke
Der Aufruf, Koffer für Flüchtlinge zu sammeln, fand eine überwältigende Resonanz. Bis zum Mittag kamen ca. 500 Koffer und Taschen zusammen.
Foto: Rüdiger Kahlke

Um 11 Uhr am Freitagmorgen hatten die Grünen ihren Stand am Rande des Wochenmarktes aufgebaut. Bis zum Ende der Aktion kamen etwa 500 Koffer, Rucksäcke, Taschen und Trollys zusammen, schätzt Dirk Lellwitz, der den Transport zur Jugendherberge und später in eine private Garage übernommen hatte. In der Jugendherberge gab es keinen Lagerraum mehr. „Wir sind förmlich überrollt worden“, sagt Margret Langenohl, die die Koffer am Stand der Grünen in Empfang genommen hatte.

Großer Bedarf

Schon vor Öffnung des Standes war Reisegepäck bei der benachbarten AWo abgegeben worden. Die Sorge, dass die Grünen auf dem Gepäckbehältern sitzen bleiben, hat niemand. Die Belegung in der Jugendherberge, die als Ertstaufnahmeeinrichtung dient, wechselt ständig. Mit den neu ankommenden Flüchtlingen gibt es auch weiteren Bedarf, erläutert Fraktionschef Ingolf Becker.

Leuchtende Kinderaugen schönster Dank

Flüchtlinge, die in der benachbarten Stadthalle untergebracht sind, durften sich

Puppen für Kidner hatte ein älteres ehepaar mitgebracht. Darüber freuten sich Dana udn Lana und ihr Papa, die aus Syrien geflüchtet waren. Foto: Rüdiger Kahlke
Puppen für Kinder hatte ein älteres Ehepaar mitgebracht. Darüber freuten sich Dana und Lana und ihr Papa, die aus Syrien geflüchtet waren.
Foto: Rüdiger Kahlke

ebenfalls bedienen. Sie hatten die wohl größte Auswahl du konnten aus dem Vollen schöpfen. Einige wollten die Taschen sogar bezahlen. Ihnen war es peinlich, so gut erhaltene Koffer und Taschen mitzunehmen. Ein älteres Ehepaar hatten noch Puppen mitgebracht: „Vielleicht für die Kinder?“, fragte die Dame vorsichtig. Sie konnte die Puppen gleich an Lana (6) und Dana (3) aus Syrien übergeben, die der Aktion aus dem Fenster zugeschaut hatten. Die strahlenden Kinderaugen waren der schönste Dank für die Spender.

  • Am Samstag, 6. November, können zwischen 14 und 17 Uhr nochmals Koffer, Rucksäcke oder Trollys abgegeben werden. (rk)

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