Phänomenta
Knochenarbeit am Turm der Phänomenta.

Lüdenscheid. Knochenarbeit in 60 Meter Höhe: Montage-Kletterer haben am frühen Samstagmorgen damit begonnen, die rund 1000 Quadratmeter große Kunststoffmembran am Turm der Phänomenta anzubringen. Am frühen Nachmittag stand fest: Voraussichtlich am Montag kann die innenliegende Hülle, die den Sekundärturm mit dem Foucault’schen Pendel schützen soll, komplett aufgespannt werden.

Kunststoffhülle besteht aus einem Stück

Die Kunststoffmembran aus PVC/PES besteht aus einem Stück. Sie wird aus der Spitze des Turms von oben nach unten heruntergelassen und mit Seilen an neun Punkten im Inneren der Stahlkonstruktion verspannt. Die Vorbereitungen wurden am Freitag mehrfach wegen des starken Windes unterbrochen. Auch am Samstag wurde es zeitweise recht ungemütlich für die erfahrenen Montage-Kletterer.

Zylindrische Spirale

Phänomenta
Am Turm der Phänomenta wird bis zum Einbruch der Dunkelheit gearbeitet.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Membran in Form einer zylindrischen Spirale der sich drehen­den und sich nach oben verjüngenden Turmstruktur folgen und einen rund 5200 Kubikmeter großen Raum bilden. Die ausdrucksstarke Stahl-Membranskulptur wird in den Abend- und Nachtstunden als weithin sichtbarer Leuchtkörper das Gelände der Phänomenta betonen. Mit Licht hinterleuchtet, fungiert sie schließlich selbst als Exponat der Phänomenta und ist zugleich als Landmarke ein neues Wahrzeichen von Lüdenscheid, der Stadt des Lichts.

Zahlreiche neue Stationen für die Phänomenta

Das erweiterte Wissenschaftszentrum soll im ersten Quartal 2015 komplett in Betrieb genommen werden. Dann werden auf 4000 Quadratmeter Fläche zahlreiche neue Wissenschaftsstationen zu sehen sein.

In einem Raum unter dem Foucault’schen Pendel, dem Phänorama, erhalten die Besucher einen 360°-Panoramablick über Lüdenscheid. Aus den Perspektiven von Kameras, die im Turm der Christuskirche installiert werden, kann dann auch ein Blick auf die Phänomenta selbst und ihre Umgebung geworfen werden.

Dieser „Rundum-Blick“ wird auf eine 42 Meter lange Leinwand projiziert, die sich durch das Phänorama spannt. Außerdem werden elf Medienstationen aufgestellt, an denen die Besucher zusätzliche Inhalte abrufen können. Weiter können die besucher von hier aus durch ein sechseckiges Glasfenster in der Raumdecke das im Turm schwingende Pendel beobachten.

Die gesamte Erweiterung der PHÄNOMENTA ist ermöglicht worden im Rahmen des Strukturprogramms „Regionale 2013“. Die Kosten betragen insgesamt rund 13 Millionen Euro. Für den Turmbau sind circa zwei Millionen Euro veranschlagt.

 

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